Alles begann mit einem E-Moll-Akkord ignatsevichserg

Was zählt

Der Song entstand beim Telefonieren. Ein reines Zufallsprodukt. James Hetfield klimperte beim Plaudern. Die Gitarre im Arm. Für den E-Moll-Akkord braucht es keine linke Greifhand. Der Text fand kurz darauf seinen Weg ins Ohr. Eins, zwei, drei. Fertig war der Mega-Song. Nothing else matters. Auf deutsch – Was wirklich zählt. Der Witz: Diese melodiöse Ballade ist von Metallica. Einer hochaufgeladenen US-Hardcore-Metal-Band. Deren Motto: Drei Akkorde müssen reichen. Der Rest heißt: Lauter, härter, aggressiver.

 

 

Die Geschichte von Noething else matters erzählt eine alt-bekannte Geschichte.  Aus Wut und Frust wird das unbedingte Verlangen nach Liebe. Wir hören von harten Jungs mit weichem Kern. Wenn das richtige Lied zur richtigen Zeit am richtigen Ort seinen Weg in die Umlaufbahn findet, dann kann ein Song Trost, Zuspruch und Erlösung sein. Die Metallica-Hymne ist seit vielen Jahren ein Ohrwurm. Bereits 450 Millionen Mal auf youtube geteilt, singt James Hetfield:

„So close, no matter how far
Couldn’t be much more from the heart
Forever trust in who we are
And nothing else matters.“

 

 

Über hundert Mal ist Nothing else matters seit 1991 gecovert und/oder verunstaltet worden. Versüßt, verkitscht, verschnulzt. Je nach Interpret, Temperament oder Marketingstrategie. Viele aus der Musik-Branche haben sich an diesem Song versucht. Von Apocalyptica über Shakira bis zu den Wiener Sängerknaben. Mehr geht nicht.

 

 

Drei Beispiele habe ich ausgewählt. Eine verjazzte Version der deutschen Band Jazzkantine. Eine klassische Adaption des Schweizer Duos Mozart Heroes und am Ende natürlich das Original von Metallica, mittlerweile fast dreißig Jahre alt. Ein Leben ohne Musik ist ein Irrtum. Das zählt.

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