Mit-Gefühl – Feeling

Sie ist jung, talentiert, sieht gut aus und wird als Jazz-Wunder in den Medien gefeiert.  Sie selbst ist bescheiden geblieben. Kinga Glyk. Singen kann sie nicht, sagt die junge Polin über sich selbst. Will sie auch nicht. Lieber beherrscht sie ihren Bass wie keine andere ihrer Generation. Dabei ist der Bassist in der Regel männlich, eher zurückgezogen und zupft diskret im Hintergrund. Als Instrument übernimmt der Bass vorzugsweise eine dienende Rolle. Nicht bei Kinga Glyk. Virtuos entwickelt die Polin auf ihrem Lieblingsgerät eine eigene Handschrift, die überrascht und überzeugt. Kinga ist mittlerweile zwanzig Jahre alt. Sie gilt als eines der großen Talente im europäischen Jazz.

Kinga ist ihr polnischer Vorname und bedeutet auf Deutsch Kunigunde. Glyk kommt aus dem Griechischen und steht für „süß schmeckend und Zucker“. Kinga Glyk stammt aus einer polnischen Musikerfamilie. Vater Irek ist ein versierter Schlagzeuger, ihr Bruder ebenfalls Musiker, meistens sitzt er am Mischpult. Die Mutter organisiert das Management. Lange funktionierte die Band als Familienbetrieb. Mit zwölf begann Kinga den Bass zu entdecken. Nun legt sie ihr neues Album in verändeter Besetzung vor. Anfang November erscheint Feeling.

 

 

„Als Kind interessierte ich mich für den Bass, weil er mir eine ungewohnt kraftvolle Stimme gab, die ich damals nicht besaß“, erinnert sich Kinga. „Inzwischen sind seine Sounds längst zu meiner eigentlichen Sprache geworden, in der ich meine Empfindungen viel intensiver ausdrücken kann.“ Für Feeling komponierte sie sieben Stücke. Zwei weitere schrieb sie zusammen mit ihrem Pianisten und Produzenten Pawel Tomaszewski.

Ihr neues Album zollt dem Mainstream bei einigen Titeln Tribut. Zum Beispiel bei 5 Cookies, eine der ersten Auskopplungen. Jazz-Puristen werden die Nase rümpfen und solche populären Abstecher als Himbeer-Jazz verdammen. Zu süß? Zu seicht? Zu leicht? Von wegen. Kinga Glyk ist live ein Erlebnis. Da kann sie zeigen, wie sie modernen Jazz präsentiert. Ungeschminkt, voller Energie und mit dem richtigen Feeling.

 

 

Hier einige deutsche Tourneedaten für den Herbst 2019.

7.11.      Hamburg, Fabrik

8.11.      Göttingen, Festival

9.11.      Leverkusen, Jazztage

10.11.   Hannover, Pavillon

11.11.   Oldenburg, Kulturetage

12.11.   Marburg, KFZ

13.11.   Dresden, Jazztage

14.11.   Karlsruhe, Tollhaus

16.11.   Nordhausen, Theater

17.11.   Koblenz, Café Hahn

19.11.   Unna, Kühlschiff

20.11.   Mainz, Frankfurter Hof

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.