Presseecho Verrat verjährt nicht

artour. MDR Fernsehen.

3. September 2008

Auf der Suche nach der Seele von Spionen

„Vertrauen und Verrat. Das Leben der anderen ging nach der Wende weiter und das eigene auch. Doch zu welchem Preis haben im Kalten Krieg Menschen Menschen betrogen? Was bleibt noch übrig an Vertrauen bei Menschen, die von vermeintlichen Vertrauten betrogen worden sind?

Der Journalist und Autor war jahrelang auf der Suche nach Personen, deren Leben auf verschiedene Art und Weise in Lug und Trug und nicht selten in Selbstbetrug verstrickt war und ist.

Wie stark muss Glaube, Ideologie, muss Angst, Hass oder Verzweiflung sein, um die Ehefrau, den eigenen Bruder, den besten Freund zu verraten? Was ist es, wenn Spione treibt und wie gehen sie mit ihren Taten um? Wie lebt man mit einem Gewissen, andere betrogen, gar ans Messer geliefert zu haben?

Täter, Opfer und geopferte Täter – aus jeder dieser Riege hat Läpple Menschen zum Sprechen gebracht. Mit seinen bewusst nicht auf Sensationen abzielenden, sondern das Menschliche am Apparat der Geheimdienste suchenden Geschichten von Betroffenen hat er den Deckmantel der Stasi-Herrschaft auf sehr persönliche Weise gehoben.“

 

7. September 2008

Verrat verjährt nicht – Lebensgeschichten aus einem einst geteilten Land

von Joachim Staadt

„Christhard Läpple hat ein anrührendes Buch geschrieben. Sein Titel „Verrat verjährt nicht“ ist juristisch betrachtet zweifelsohne falsch. Aber dem Autor geht es nciht um juristische Verjährung, sondern, wie es im Untertitel heißt, um Lebensgeschichten aus einem einst geteilten Land und um die Ausflüchte und Relativierungen der Täter. Darüber wird noch lange zu reden sein.“

 

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8. September 2008

„Unter der Überschrift „Handgeschreddert“ konstatiert Jens Bisky unter anderem am Beispiel des Buchs „Verrat verjährt nicht“ von Christhard Läpple einen neuen Ton im Erzählen vom Leben mit der Stasi.“ (Spiegel Online)

„Läpple erzählt ohne Selbstgerechtigkeit, aber auch moralisch unbeirrt. Es ist ein Vorzug seiner Geschichten, dass sie gesamtdeutsch sind und bis ins Heute reichen. Und der stellt die richtigen Fragen Hat es eine „Verstaatlichung des Gewissens“ gegeben? „Wann verzeihen wir Verrat, wenn nicht?“ Der Leser denkt unweigerlich darüber nach, wann das Spitzeln zum Kern des Charakters wird und ob es eine Tätigkeit unter anderen sein kann. Kann man auch hier zwischen Täter und Tat unterscheiden? Verrat, die Entwertung gelebten Lebens durch Geheimdienste, lässt sich kaum juristisch bewältigen. Zu DDR-Zeiten half gegen MfS-Avancen am besten die Dekonspiration. Auf die Wirkung des freien Wortes setzt auch Läpples wichtiges, bewegendes Buch, das einen neuen Ton in die Debatte bringt. Die biographische Entweignung kann nicht rückgängig gemacht werden. Aber die Geschichten müssen aus dem Halbdunkel geholt werden, damit die Vergangenheit ihre Macht über die Fegenwart verliert.“

Von Jens Bisky

 

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Bukarest, Rumänien. 11. September 2008

Ehemalige Stasi-Mitglieder machen in einem Buch Enthüllungen über ihre Aktivitäten

“Mehrere frühere Stasi-Mitglieder enthüllten in einem neuen Buch die Aktivitäten in der gefürchteten ostdeutschen Geheimpolizei; das Buch enthält die bislang detailliertesten Zeugnisse über die heimlichen Operationen dieser Dienste.

Das Buch mit dem Titel „Verrat verjährt nicht“ von Christhard Läpple ist eine Sammlung von Zeugnissen von sechs früheren hauptamtlichen und inoffiziellen Stasi-Mitarbeitern, eine der ersten Agentenchroniken, die von Insidern veröffentlicht wurde.

„Ich habe viele schockierende Augenblicke erlebt“, erklärt der Buchautor gegenüber Reuters. „Einige Ereignisse sind unverständlich: Ein Bruder, der seine eigene Schwester ausspioniert, ein Lehrer, der Schulkollegen seines Sohnes denunziert.“

Das Buch ist das jüngste in einer Serie von Arbeiten, die die Stasi-Methoden analysieren; die Stasi unter Mielkes Führung wurde zutreffend als eine der effizientesten und repressivsten politischen Polizeien der Welt angesehen.”

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