Archive for : März, 2015

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Wo bitte geht´s zum Paradies?

Vielleicht kennen Sie die Carnegie-Hall in New York? Ein Konzertsaal der Extraklasse. Gestiftet vor über 130 Jahren von einem Mann, der viel Geld hatte und noch mehr Bereitschaft, sein Vermögen mit anderen zu teilen. Der Spender hieß Andrew Carnegie. Ein gebürtiger Schotte aus ärmlichen Verhältnissen. Sohn eines Webers. Er wanderte 1848 in die USA aus und wurde dort zum reichsten Mann seiner Zeit.

Sein Vermögen machte er mit Stahl. Im Raum Pittsburgh betrieb er mehrere hochrentable Werke. Der Eisenbahnbau ließ ihn unvorstellbar reich werden. Im Alter von 64 Jahren setzte sich der Stahl-Tycoon zur Ruhe und veröffentlichte 1889 sein „Evangelium des Reichtums“. Darin forderte er, dass jeder Mensch einen Großteil des Vermögens bereits zu Lebzeiten spenden sollte. Sein Leitsatz: „Wer reich stirbt, stirbt in Schande.“

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Filmheld und reichster Mann seiner Zeit. Andrew Carnegie.

Carnegie gründete Hilfsorganisationen für notleidende Bergbauretter, finanzierte Stiftungen für internationale Friedensarbeit, unterstützte Bibliotheken und soziale Projekte. Seiner schottischen Heimatstadt Dunfermline stiftete er einen Bürgerpark mit Botanischem Garten. Carnegie war der einzige Großunternehmer, der für die American Anti-Imperialist League offen gegen Kolonialkriege eintrat.

Seinem Vermächtnis folgend, haben sich mittlerweile 115 Superreiche in der Initiative „The Giving Pledge“ dazu verpflichtet, mindestens die Hälfte ihres Vermögens an die Allgemeinheit abzugeben. Mit dabei: Bill und Melinda Gates, Warren Buffet und als einziger deutscher Milliardär in diesem exklusiven Spendenverein: der SAP-Mitbegründer Hasso Plattner.

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So sahen US-Karikaturisten Andrew Carnegie 1903.

Ein abschreckendes Beispiel für das, was Reichtum auch anrichten kann, sind die 24 Rockefeller-Erben. Allesamt reiche „Prinzen und Prinzessinnen“ der vierten Generation. Die Multi-Millionäre führen einen verbissenen Kampf um und gegen ihr eigenes Erbe. Jeder klagt gegen jeden. Ein glückliches Leben? Weit gefehlt. Gewinner sind in jedem Fall deren Anwälte. Eigenartig: manche der Rockefellers wirken wie Prinzen und Prinzessinnen, die sich danach sehnen, arm zu sein. Wie Getriebene, die ihren Reichtum verfluchen.

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Deutschland 1945 – Bis zum letzten Atemzug

Mit dem Scheitern der letzten deutschen Großoffensive in den Ardennen im Januar 1945 war der von Deutschland sechs Jahre zuvor begonnene Krieg für alle unwiderruflich verloren. Doch anstatt zu kapitulieren, setzte Hitler den Krieg fort – „bis zum letzten Blutstropfen“. Den Tod von unschuldigen Menschen und die totale Zerstörung des eigenen Landes nahm sein Regime bewusst in Kauf.

Im schwäbischen Brettheim nahe der Kreisstadt Crailsheim wollten Anfang April 1945 Hitlerjungen ihr Dorf gegen die herannahende US-Armee verteidigen. Der Bauer Friedrich Hanselmann entwaffnete die vier Jungs, schickte sie nach Hause und warf die Schießeisen in den Teich. Die Tat wurde verraten und Hanselmann vor das Standgericht gestellt. Als sich NSDAP-Ortsgruppenleiter Wolfmeyer und Ortsbürgermeister Leonhard Gagstetter weigerten das Todesurteil zu unterzeichnen, rastete SS-General Max Simon völlig aus.

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SS-Generalleutnant Max Simon. (1899 – 1961) Herr über Leben und Tod in Brettheim.

Wütend ließ der SS-Mann den Bauern und die beiden Beisitzer wegen „Wehrkraftzersetzung“ an einer Linde aufknüpfen. Tagelang baumelten ihre Leichname am Zugang zum Friedhof von Brettheim. Die SS hatte den Männern Schilder umgehängt. „Ich bin der Verräter Hanselmann“. Und: „Ich habe mich schützend vor den Verräter gestellt.“

Genau eine Woche später, am 17. April 45 befreiten die Amerikaner Brettheim von der Schreckensherrschaft des Herrn SS-Generalleutnants Simon. Da die Brettheimer nicht kapitulierten und keine weißen Fahnen gehisst hatten, wurde in dem kleinen Dorf bis zuletzt erbittert gekämpft. Das Dorf wurde zu drei Viertel zerstört. Weitere achtzehn Einwohner verloren ihr Leben. Bilder vom Vormarsch der 10. US-Panzer-Division im Raum Crailsheim, aufgenommen am 21. April 1945.

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Die drei Männer von Brettheim. Sie wollten das Dorf vor Zerstörung retten. Für ihren Mut bezahlten sie im April 1945 mit ihrem Leben.

 

In drei langwierigen Nachkriegsprozessen wurde ein einziger Schuldiger der Tragödie von Brettheim verurteilt. Alle anderen blieben unbehelligt. Der verantwortliche Kommandeur des XIII. SS-Armeekorps und Gerichtsherr Max Simon indes wurde für diese Tat nie verurteilt. Simon hatte es bei Kriegsende sogar noch fertig gebracht, einen Wehrmachtssoldaten fünf Stunden nach der Kapitulation zum Tode zu verurteilen.Er starb 1961 in Lünen, Nordhrein-Westfalen.

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Durchhalteparolen 1945.

 

Die kleine Ausstellung „Deutschland 1945 – Die letzten Kriegsmonate“ zeigt weitere erschütternde Beispiele vom Untergang des Dritten Reiches, führt vor Augen, wohin Verblendung und Fanatismus führen kann. Die Ausstellung ist noch bis zum 25. Oktober 2015 in Berlin zu sehen.

 

Topographie des Terrors

Niederkirchnerstraße 8

10963 Berlin-Kreuzberg

 

Täglich 10 bis 20 Uhr

Eintritt frei

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Vierzig Jahre Geschwister Braun

Seit vierzig Jahren porträtiert der amerikanische Fotograf Nicholas Nixon jedes Jahr seine Frau Bebe und ihre drei Schwestern. Die Spielregeln für dieses künstlerisch ungewöhnliche Langzeitprojekt sind denkbar einfach: Die vier Frauen kommen zu einem Gruppenbild zusammen, bei dem lediglich die Abfolge ihrer Aufstellung sowie das Negativformat konstant bleiben.

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Sisters Brown. 1984.

 

Vierzig Jahre sind eine biblische Größe. Moses führte in dieser Zeitspanne sein Volk ins Gelobte Land. „Als vierzig Jahre vergangen waren, erschien ihm in der Wüste beim Berg Sinai ein Engel im Feuer eines brennenden Dornbusches.“ So manches Reich blieb genau über diesen Zeitraum am Leben. Der legendäre Gründer Roms, Romulus herrschte vierzig Jahre. So auch Pandion über Athen, ähnlich wie die Regentschaft des Priamos über Troja. Die DDR gab nach genau vierzig Jahren auf, viele andere Regime auf der Welt wie das der Apartheid in Südafrika scheiterten an dieser magischen Marke.

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Sisters Brown. 1999.

Vierzig Jahre sind viel Zeit und doch wie im Fluge vorbei. Das zeigen die Geschwister Braun. Stehend erfasst, manchmal auch als Ganzkörperbild, werden die Schwestern in einem eng begrenzten Bildausschnitt eingefangen. Sie schauen direkt in die Kamera. Über einen Zeitraum von vierzig Jahren hat Nicolas Nixon (*1947) dokumentiert, wie Zeit und Vergänglichkeit die sich immer wieder wandelnden Beziehungen der Schwestern prägen. Zu sehen in der Pinakothek in der Moderne in München.

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Sisters Brown. 2014.

 

 

Nicholas Nixon

THE BROWN SISTERS. 40 JAHRE

20. März bis 5. Juli 2015

PINAKOTHEK DER MODERNE

Barer Str. 40 . 80333 München

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Wer hat Angst vor dem Wolf?

Der Wolf ist unterwegs. Er reißt Schafe, Ziegen, Hühner, Damwild, sogar kalbende Kühe. Bauern und Kleintierzüchter sind in heller Aufregung. Binnen weniger Tage schlugen Wölfe in mehreren brandenburgischen Wildtiergehegen zu. Die Jäger wollen den Wolf zur Strecke bringen. Sie setzen auf Schrot und Blei für den Konkurrenten. Die Wolfsmanager hingegen beschwichtigen, regulieren Schäden und legen Zahlen vor.

Im 21. Jahrhundert wurden von 2000 bis zum Februar 2015 im Wolfs-Land Brandenburg insgesamt 126 Attacken von Meister Isegrim amtlich registriert. Für 484 Nutztiere – zumeist Schafe – zahlten die Behörden Entschädigung, so das Wolfsmanagement. Anfang April soll es intensive Gespräche mit Bürgern und Landwirten geben. Denn: die Angst vor dem Wolf geht wieder um.

Manche Wolfshasser greifen mittlerweile zu drastischen Mitteln. In der Nähe von Bautzen liquidierten Unbekannte einen Rüden, sein Körper war von Dutzenden Kugeln durchsiebt. Im Elbe-Elster-Kreis wurde ein Wolf erschossen, skalpiert und der Rumpf am Straßenrand zurückgelassen. Waren die Täter skrupellose Trophäenjäger? Die Polizei ermittelt. Die allermeisten Wölfe jedoch verenden auf Bundesstraßen. Sie werden einfach überfahren.

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Im Sommer 2011 tappte der Wolf in die „Fotofalle“. Der Einzelgänger auf Deutschlands größtem ehemaligen Bombenabwurfplatz „Bombodrom“ zwischen Neuruppin, Rheinsberg und Wittstock, nördlich von Berlin.

 

Zuletzt lebten in Brandenburg nach Angaben des Landesumweltamtes noch etwa 14 Wolfsrudel und einige Einzeltiere, so auf dem Gelände des ehemaligen Bombodrom in der Wittstocker Heide. Die meisten Wölfe kommen im Süden Brandenburgs vor. Wolfsrudel brauchen Reviere bis zu 350 Quadratkilometer, ziehen ruhelos umher durch Wälder, alte Manövergebiete und aufgegebene Militärplätze.

Wölfe sind hervorragende Auf- und Abräumer von kranken Wildbeständen, holen sich aber auch Schafe und räubern gerne in Hühnerställen. Viele Landbewohner sind verunsichert bis verärgert. Seit Menschengedenken bestimmen Angst und Aberglaube unser Verhältnis zum Wolf. „Der Mensch ist des Menschen Wolf“, stellte der Dichter Titus Plautus fest. Das war vor 2.200 Jahren. So viel zur Lernfähigkeit des Menschen im 21. Jahrhundert.

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Das Leben des André

Gegen die Zumutungen des Lebens versucht jeder Einzelne, sich auf vielerlei Weise zu wappnen. Mit Mauern, Trutzburgen, Therapeuten, Versicherungen, Rauschgiften oder Religionen aller Art. Oder man nimmt das Leben wie es ist. So wie André Herzberg. Schüler, Soldat, Musiker, Poet und seit kurzem Autor einer beeindruckenden Biografie. Seiner eigenen. Er nennt seine Geschichten Alle Nähe fern.

Der Großvater war deutsch-national. Der Vater streng kommunistisch. Und der Sohn? Er schlägt aus der Art, wird statt linientreuer Kämpfer für die Sache Sänger der Ost-Berliner Kult-Band Pankow. Nichts Vernünftiges also, scharf betrachtet durch die Brille der Väter. Herzbergs Familiendrama umfasst drei Generationen, zwei Weltkriege, dazu zwei Diktaturen und zwei deutsche Länder, die sich in inniger Hassliebe gegenüberstehen. Nur mit viel heiterem Trotz kann es gelingen den Widrigkeiten des Lebens zu widerstehen. Denn die Herzbergs sind eine jüdische Familie – und was für eine.

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André Herzberg. Musiker und Autor in eigner Sache. Auf der Suche nach dem kleinen und großen Glück.

Der Ost-Berliner André Herzberg erzählt das Auf und Ab seiner Familie mit fremdgehendem Vater, strenger Mutter und ignoranten Parteistatthaltern leicht, locker und souverän. Da geht dann mal eben ein ganzer Staat unter. Und der Neue hält nicht, was er verspricht. Klar, das Leben kann bitter und gallig genug sein.

 

Herzberg überlegt: „Das bist du, du bist der Verlierer, weil du Jude bist. Man kann dich an deiner Nase und deinen Locken erkennen, so hat es mir Mutter beigebracht. Der verräterische Höcker muss weg, es sollte wie eine Stupsnase aussehen. Das Wort Jude hat ein Echo, das haben wir bis zur Vergasung gehört“. Wie der mittlerweile fast 60-jährige Pankower damit umgeht und das manchmal zum Verdauen nur noch einen Kurzer hilft, liegt auf der Hand. Wer Kummer hat, hat auch Likör.

 

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Schlaflos in Köpenick

Weit draußen, jwd. Samstagabend in Berlin-Köpenick. Ein ehemaliger Turnsaal, der jetzt F15 heißt. F steht für Freiheit. 15 für die Hausnummer. Der Saal ist rappelvoll mit erwartungsfrohem Fünfzigplus-Publikum. Auf den Tischchen stehen Bier- und Weingläser, pro Glas ein Euro Pfand. Es kann losgehen.

Dann kommt sie – die Tänzerin. Ulla Meinecke tritt auf. Im ersten Teil mit neuen Liedern, begleitet von ihrem Gitarristen Ingo York und dem Pianisten Reimar Henschke. Routiniert spult das Trio sein Repertoire ab. Arrangement, Moderation, Musik und Texte, alles stimmig. Doch es will kein Funke so recht überspringen. Pause.

Köpenick leert die Blase, bestellt Nachschub, stärkt die Lungenflügel. Im zweiten Teil präsentiert die Ulla ihre alten Songs. Plötzlich zündet der Funke. Lieder von Paul Simon, Tom Waits, Bruce Springsteen, herrlich interpretiert von der Frau, die so wunderbar einfühlsam singen kann. Das Publikum taut auf. Wie nach einem langen Winterschlaf.

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Ulla Meinecke und ihre Begleiter.

 

Die F-15-Besucher erklatschen drei Zugaben. Das Beste zum Schluss. Rio. Übers Meer. Rio Reiser, der Geniale, Großartige, Genaue. Gänsehautgefühle im Saal. Ulla wird wieder das Mädchen, das Udo Lindenberg vor 37 Jahren entdeckt und gefördert hat. Mit ihren Sehnsuchts- und Liebesballaden. Der Turnsaal schwelgt. Ulla singt Rio und alle stimmen mit ein:

 

„Tag für Tag weht an uns vorbei,
bringt das Boot in den Wind!
Und ein Kuss und ein Tag im Mai,
sei nicht traurig mein Kind.
Und ich singe ein Lied für dich,
wird das Herz mir auch schwer.
So viele Tage und so viele Stürme
müssen vergehn
dann wir werden uns wiedersehn.

 

Es ist ein melancholischer Abend, an dem Ulla Meinecke von schlaflosen Nächten und bescheuerten Tagen singt. Auf der Heimfahrt fragen wir uns, warum ihr der ganz große Durchbruch versagt blieb, warum sie nie ein Star für Charts, große Hallen und Talkshows wurde. Eine Antwort finden wir nicht.

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Was Geld macht

William Henry Gates ist 59 Jahre alt. Der Amerikaner gilt als reichster Mann der Welt und ist zweifelsfrei der führende Mäzen der Menschheit. Der Microsoft-Mann, besser bekannt als Bill Gates, will den Globus vor Armut, Krankheit und Hungertod retten. Seit 2008 ist er hauptberuflich Wohltäter und gibt seitdem mit rund tausend Mitarbeitern mehr als 4 Milliarden Dollar im Jahr aus.

Die üppigen Spendengelder fließen weltweit in Arzneimittel, Impfstoffe, Saatgut und Verhütungsmittel. Seine Motivation ist sein Streben nach „Gleichheit“, nur so könne ein Überleben auf dieser Erde gesichert werden. Der Philanthrop will gemeinsam mit seiner Frau Melinda die Kinderlähmung abschaffen und dafür sorgen, dass sich Afrika in fünfzehn Jahren selbst versorgt. Ein Traum? Ein neues Leben als reicher Supermann, der die Armen dieser Welt von Not und Elend erlöst?

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„Changes everything“ – Dieser Mann ändert alles. Gesehen in Berlin-Mitte, nahe Regierungsviertel.

Das Ehepaar Gates gehört zu den 115 Superreichen des exklusiven Milliardärs-Club „The Giving Pledge“. Deren Mitglieder haben sich verpflichtet und geschworen, die Hälfte ihres Reichtums abzugeben. SAP-Gründer Hasso Plattner ist der einzige Deutsche in diesem diskreten Spendenverein. Das Vorbild dieser Männer und wenigen Frauen ist der US-Stahl-Baron Andrew Carnegie. Er verfasste vor gut hundert Jahren sein Evangelium des Reichtums.

Im kommenden Jahr ist der historische Punkt erreicht, an dem das berühmte ein Prozent der Weltbevölkerung mehr an Reichtum und Vermögen besitzt als alle restlichen 99% zusammen. Die Weltgesellschaft bewegt sich in rasendem Tempo zurück zu ihren Anfängen. In eine feudale Zeit, in der einige ganz viel, die Allermeisten aber nur wenig bis nichts besitzen. Make a better world! Der reiche US-Stahlmagnat Carnegie zog übrigens am Ende seines Lebens folgendes Fazit: „Wer reich stirbt, stirbt in Schande.“

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Es wird Frühling

Alle Jahre wieder schwärmen im Frühjahr Bücherfreunde aus, um in Leipzig das Richtige, das Passende, kurzum: das Beste von allen Büchern des neuen Jahres für sich zu entdecken. Die Leipziger Buchmesse beginnt am 12. März 2015 und wird nach vier Tagen am 15. März ihre Pforten wieder schließen.

Ist was dabei? Wen oder was sollte ich kennenlernen? Wie aktuell, wie nah an den Menschen ist der neue Jahrgang? In Monaten wie diesen mit Kriegen, Finanzkrisen, Flüchtlingströmen, Pegida-Anhängern und selbsternannten Gotteskriegern. Mit blühenden Weltverschwörungstheorien, neuen Konflikten und alten Feindbildern. Eigentlich sind solche Umbruchzeiten gute Zeiten für Autoren. Hier gedeiht der Stoff für starke Stoffe.

 

In Leipzig stelle ich dieses Jahr folgende Bücher vor:

Nicolas Kulish/Souad Mekhennet.  Dr. Tod.

Michael Lüders. Wer den Wind sät.

Lamya Kaddor. Zum Töten bereit.

Thomas Aders. Allah ist groß, die Hoffnung klein.

Rainer Hermann. Endstation Islamischer Staat?

Julia Friedrichs. Wir Erben.

Günter Grass/Per Ohrgaard. Freipass.

André Herzberg. Alle Nähe fern.

 

Sehen wir uns?