Was Geld macht

William Henry Gates ist 59 Jahre alt. Der Amerikaner gilt als reichster Mann der Welt und ist zweifelsfrei der führende Mäzen der Menschheit. Der Microsoft-Mann, besser bekannt als Bill Gates, will den Globus vor Armut, Krankheit und Hungertod retten. Seit 2008 ist er hauptberuflich Wohltäter und gibt seitdem mit rund tausend Mitarbeitern mehr als 4 Milliarden Dollar im Jahr aus.

Die üppigen Spendengelder fließen weltweit in Arzneimittel, Impfstoffe, Saatgut und Verhütungsmittel. Seine Motivation ist sein Streben nach „Gleichheit“, nur so könne ein Überleben auf dieser Erde gesichert werden. Der Philanthrop will gemeinsam mit seiner Frau Melinda die Kinderlähmung abschaffen und dafür sorgen, dass sich Afrika in fünfzehn Jahren selbst versorgt. Ein Traum? Ein neues Leben als reicher Supermann, der die Armen dieser Welt von Not und Elend erlöst?

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„Changes everything“ – Dieser Mann ändert alles. Gesehen in Berlin-Mitte, nahe Regierungsviertel.

Das Ehepaar Gates gehört zu den 115 Superreichen des exklusiven Milliardärs-Club „The Giving Pledge“. Deren Mitglieder haben sich verpflichtet und geschworen, die Hälfte ihres Reichtums abzugeben. SAP-Gründer Hasso Plattner ist der einzige Deutsche in diesem diskreten Spendenverein. Das Vorbild dieser Männer und wenigen Frauen ist der US-Stahl-Baron Andrew Carnegie. Er verfasste vor gut hundert Jahren sein Evangelium des Reichtums.

Im kommenden Jahr ist der historische Punkt erreicht, an dem das berühmte ein Prozent der Weltbevölkerung mehr an Reichtum und Vermögen besitzt als alle restlichen 99% zusammen. Die Weltgesellschaft bewegt sich in rasendem Tempo zurück zu ihren Anfängen. In eine feudale Zeit, in der einige ganz viel, die Allermeisten aber nur wenig bis nichts besitzen. Make a better world! Der reiche US-Stahlmagnat Carnegie zog übrigens am Ende seines Lebens folgendes Fazit: „Wer reich stirbt, stirbt in Schande.“

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