Archive for : November, 2015

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Helden der Straße

„Haste mal paar Groschen?!“ Arme, Bettler, Betrunkene, Junkies, Obdachlose, Illegale und Flüchtlinge werden sichtbar. Auf Bahnhöfen, in Fußgängerzonen, vor Supermärkten. Sozial Bedürftige in Konkurrenz. In den Städten und besonders in Berlin sind sie überall zu sehen. Menschen mit gescheiterten Biografien und tragischen Lebensläufen. Sie öffnen in Banken die Türen, putzen an roten Ampeln Windschutzscheiben, musizieren in Bahnen, verkaufen Straßenzeitungen, sitzen an Straßenkreuzungen. Sie knien auf schmutzigem Asphalt, flehen Vorbeiziehende an.

 

Ihr Arbeitsgerät: ein Pappbecher. Mal ein traurig-bittender Mitleids-Blick. Mal zerschlissene Kleidung. Manchmal ein Hund. Das steigert die Spenden-Bereitschaft. Diese Bürgersteig-Desperados sind Botschafter der Armut. Sichtbar, überall, nervend. Der Passant zieht den Kopf ein, beschleunigt den Schritt. Mit schlechtem Gewissen und dem Gefühl, es werden immer mehr. Gedanken brennen sich ein: Ich kann doch nicht die ganze Welt retten! Und: Gibt es kein Ende? Oder: Wird es nicht mehr besser?

Uwe 25.03.14

Uwe P. Er ist 61 Jahre alt. Sein Markenzeichen: die Pfeife. „Sie darf nicht ausgehen.“

 

„95% der Obdachlosen sind an ihrem Schicksal selbst schuld.“ Das sagt Uwe. Der Mann mit dem Rauschebart sitzt vor einer S-Bahnstation, solange Tageslicht ist. Er ist jetzt 61 Jahre alt. Hat alles hinter und nur wenig noch vor sich. Jobverlust, Spielsucht, Scheidung, Alkohol, Einsamkeit, Schulden, Obdachlosigkeit. Jetzt lebt Uwe von 430 Euro Grundsicherung. Den Rest zum Überleben erbettelt er sich. „Wenn es kalt ist, geben die Leute mehr. Besonders Frauen.“ Uwe zieht an seiner Pfeife. Der gelernte Landwirt hat Probleme mit dem Herzen. Es flattert. „Meine Pumpe will nicht mehr so“.

 

Was sich in letzter Zeit geändert habe, will ich wissen. „Die Zeiten sind härter geworden. Seit kurzem fragen mich die Leute, ob ich Deutscher bin, bevor sie etwas geben. Das ist neu.“ Uwe hat noch eine winzige Wohnung. Die will er nicht verlieren. „Heute schimpfen alle auf Merkel. Sie muss weg. Ich will den Bayern. Den Horst (Seehofer).“ Mit den Pegida-Leuten will er nichts zu tun haben. Da seien zu viele Braune dabei. Er hebt seine Stimme: „Damit eines klar ist: Ich bin Deutscher, kein Faschist.“

 

Eine Frau steckt ihm ein Schokoladen-Croissant zu. Sie lächelt Uwe kurz an. „Sollst auch was Süßes mal haben. In diesen harten Zeiten.“ Uwe streicht sich durch den Bart. Schnurrt zufrieden zurück. Sie eilt weiter. Manchmal gibt es Momente, die das Leben noch lebenswert machen. Tja, sagt sein Blick. So sieht es aus, mein Leben. Das können sich die meisten überhaupt nicht vorstellen. „Tapfer bleiben. Haltung bewahren“, sagt Uwe noch. Willkommen ganz unten!

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Ein Fest fürs Leben

Den Kragen hochgeschlagen, die Schritte beschleunigt. Wer ist derjenige, der mir gerade entgegenkommt? Ein Blick. Ein Zögern. Dieses Misstrauen. Wann ist es wieder verschwunden? Wo führt die Reise hin? Trotzig steckt sich ein Passant seine Zigarette an. Ein Mopedfahrer knattert die enge Straße entlang. In der Ferne ertönt eine Polizeisirene. Es beginnt zu regnen.

Alle, die in den letzten Tagen in Paris waren, berichten von kleinen, unmerklichen Nuancen. Von einem Gefühl der verlorenen Unschuld, obwohl der Verstand nicht müde wird, das Denken in Richtung Stolz und Unerschütterlichkeit zu lenken. Ernest Hemingway war in seinem Leben zweimal für längere Zeit in Paris. Als es keine Selbstmordattentäter, Terrorkommandos oder Drohnen gab. Er schilderte eine große, fremde Stadt zwischen Lebensgier und Melancholie.

1956 kehrte der US-Schriftsteller für einige Zeit an die Seine zurück. Aus dem Keller des Hotels Ritz ließ er sich alte Koffer voller Notizen, Tagebücher und Aufzeichnungen bringen. Sein persönliches Hab und Gut aus den Zwanzigern. Er wühlte in den Papieren, setzte sich in die Cafés, beobachtete das Leben, und begann zu schreiben. Daraus wurde eine hinreißende Liebeserklärung an die französische Hauptstadt. Eine kleine Kostprobe:

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Robert Doisneau. La ballata di Pierrette d’Orient, 1953

 

EIN GUTES CAFÉ AN DER PLACE SAINT-MICHEL

 

„Dann begann das schlechte Wetter. Es kam eines Tages, als der Herbst vorbei war. Nachts musstest du wegen des Regens die Fenster geschlossen halten, und der kalte Wind streifte das Laub von den Bäumen auf der Place Contrescarpe. Die Blätter lagen durchnässt im Regen, und der Wind trieb den Regen gegen den großen grünen Autobus an der Endstation, und das Café des Amateurs war überfüllt, und drinnen beschlugen die Fenster von Wärme und Rauch.

Es war ein trauriges, schlechtgeführtes Café, Sammelplatz der Trinker des Viertels, und da es dort nach schmutzigen Leibern und den säuerlichen Ausdünstungen der Trunkenheit roch, hielt ich mich fern davon. Die Männer und Frauen, die regelmäßig ins Amateurs kamen, waren immer betrunken, oder jedenfalls immer, wenn sie es sich leisten konnten; hauptsächlich von Wein, den sie halbliter- oder literweise kauften. Viele Aperitifs mit seltsamen Namen wurden angepriesen, aber die konnten sich nur wenige Leute leisten, höchstens als Fundament, auf das sie ihren Weinrausch bauten. Die Trinkerinnen nannte man Poivrottes, was so viel wie weibliche Schnapsnasen bedeutet. (…)

EH 7314P Ernest Hemingway, Paris, March 1928. Photograph by Helen Pierce Breaker, in the Ernest Hemingway Photograph Collection, John F. Kennedy Presidential Library and Museum, Boston.

Der junge Ernest Hemingway in Paris. März 1928. Kennedy Presidential Library and Museum, Boston.

 

Ich ging am Lycée Henri Quatre und der alten Kirche Saint-Étienne-du-Mont vorbei, überquerte die windgepeitschte Place du Panthéon, bog schutzsuchend nach rechts ein, gelangte schließlich auf die Leeseite des Boulevard Saint-Michel und kämpfte mich dort weiter voran, vorbei am Cluny und dem Boulevard Saint-Germain, bis ich an der Place Saint-Michel ein gutes Café erreichte, das ich kannte.

Es war ein angenehmes Café, warm und sauber und freundlich, und ich hängte meinen alten Regenmantel zum Trocknen an die Garderobe, legte meinen abgewetzten verwitterten Filzhut auf die Ablage über der Bank und bestellte einen café au lait. Der Kellner brachte ihn, und ich nahm ein Notizbuch aus der Manteltasche und einen Bleistift und begann zu schreiben. Ich schrieb über die Gegend oben in Michigan, und da der Tag wild und kalt und stürmisch war, war auch in der Geschichte so ein Tag. Das Ende des Herbstes hatte ich bereits als Kind, Jugendlicher und junger Mann kommen sehen, und an einem Ort konnte man besser darüber schreiben als an einem anderen.

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Robert Doisneau. Eine Frau in den dreißiger Jahren.

 

Sich verpflanzen nennt man das, dachte ich, und das kann bei Menschen genauso notwendig sein wie bei anderen wachsenden Dingen. Doch in der Geschichte tranken die Jungen, und davon bekam ich Durst, und so bestellte ich mir einen Rum St. James. Der schmeckte herrlich an diesem kalten Tag, und ich schrieb weiter, fühlte mich prächtig und spürte, wie der gute Rum aus Martinique meinen Körper und Geist durchwärmte.“

 

 

Mehr bei Ernest Hemingway. Paris – ein Fest fürs Leben. Rowohlt. 2014.

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Wie sind die Deutschen?

„Cool sind sie“, antwortet der Noch-Londoner und Bald-Berliner Museumsmann Neil MacGregor. „Sie sind das beliebteste Volk in Europa, laut Daily Telegraph. Nicht laut, rechthaberisch sondern bescheiden. Sie helfen. Aus moralischen Gründen.“ Das Publikum im Renaissance-Theater applaudiert ungläubig. Einige murmeln. Nach den Terror-Anschlägen von Paris, mitten im aufflammenden Streit um Flüchtlinge und neue Grenzen, spendet der künftige Humboldt-Forum–Chef MacGregor unerwarteten Seelentrost.

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Neil MacGregor. 1962 war er als Austauschschüler zum ersten Mal in Hamburg.

Überhaupt, die deutsche Seele. Wie stellt man diese typisch deutsche Mentalität in einem Museum aus? Der 69-jährige gebürtige Schotte hat da seine Vorstellungen. „Die Deutschen haben zwei Selbstbilder. Sie erinnern mich an das Königsdrama Hamlet. Hier der furchtlose Ritter, dort der grübelnde Melancholiker.“ Wir erinnern uns: Hamlet wusste zu viel, konnte daher nicht mehr handeln, scheiterte an sich selbst.

Zügig entwickelt der Weltbürger sein Deutschland-Bild. Er zeigt Objekte von Albrecht Dürer, präsentiert den deutschen Flickenteppich, die Kleinstaaterei des 19. Jahrhunderts mit 220 Währungen. Er betont, das Eiserne Kreuz sei aus Eisen nicht wie üblich aus Bronze. Dafür mit einem weiblichen silbernen Rand überzogen, von „Königin Luise“. Er stellt einen Neopren-Schwimmanzug vor, mit dem ein DDR-Bürger im November 1987 die eiskalte Ostsee überwinden wollte. Vergeblich. Für MacGregor ein Akt der Verzweiflung und der Perfektion der Überwachung. Der Schwimmanzug wurde nach der Wende in einem Stasi-Museum gefunden.

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„Jedem das Seine.“ Am Innentor des KZ Buchenwald. Entworfen in Bauhaus-Fraktur vom Bauhaus-Künstler Franz Ehrlich.

Geschichte anhand von konkreten Objekten erklären. Das ist sein Ansatz. Der Museumsmann zeigt die berühmt-berüchtigte Inschrift am Lager-Tor von Buchenwald. „Jedem das Seine“. Es sei eine Perversion wie die Nazis höchste deutsche Ideale vereinnahmt hätten. „Jedem das Seine“, beziehe sich nicht nur auf den altrömischen Rechtsgrundsatz „Suum Cuique“. Es zitiere eine Kantate, die Johann Sebastian Bach im nahen Weimar uraufgeführt hatte. Entwerfen musste das Emblem der inhaftierte Bauhaus-Künstler und Kommunist Franz Ehrlich. Er verwendete die Bauhaus-Schrift. Die Nazis ließen ihn gewähren. 1939 kam Ehrlich frei und arbeitete als Architekt. In der späteren DDR war er für die Stasi tätig.

In einem Satz die ganze Geschichte. Das ist die Methode MacGregor. Nun sucht er nach einem Leitbild für das neue Innenleben des Berliner Schlosses. Deutschlands künftige erste Adresse. Listig lächelt der Kunsthistoriker, als er nach seinen Plänen gefragt wird. „Wait and see“. Er müsse noch viel lernen und wolle weiter zuhören. Ach, das Bild Betty von Gerhard Richter sei auch so ein typisch deutsches Bild. Sie schaut zurück. Wohin ihr Blick künftig gehen wird, sei völlig offen. Neil MacGregor lächelt spitzbübisch. Das Berliner Hauptstadtpublikum klatscht wie befreit.

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Betty 1988. Von Gerhard Richter. Für Neil MacGregor ein sehr deutsches Gemälde.

 

Mehr über Neil MacGregor. Erinnerungen einer Nation. C.H.Beck. 2015

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„Sprechen Sie mal lauter!“

Natürlich hatte ich Herzklopfen. Was frage ich wann und wie? Womit beginne ich? Was, wenn er mir sein Missfallen im berühmt-berüchtigten Oberlehrerton kurz und knapp überbrät? Mich korrigiert, zurechtstutzt, in Einzelteile zerlegt. Der Feldwebel, der Macher, kurzum der Mann mit der gefürchteten Schmidt-Schnauze. Schon zu Lebzeiten eine Legende. Helmut Schmidt. Bundeskanzler, Welterklärer, Bach-Liebhaber und leidenschaftlicher Raucher.

Als Schmidt im noblen Hotel Vierjahreszeiten an der Hamburger Binnenalster zum Interview im Rollstuhl vorgefahren wurde, zogen die feinen Hotelgäste den Hut, raunten, blieben ehrfürchtig stehen, grüßten. Einige verneigten sich wie vor einem leibhaftigen König. Das Personal hatte an jeder möglichen Ecke überdimensionale Steh-Aschenbecher postiert, obwohl im 5-Sterne-Hotel allen Sterblichen die Ausübung des Nikotinlasters streng untersagt ist. Allein im Interviewraum waren zwei Groß-Aschenbecher platziert worden.

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Helmut und Loki Schmidt.

Der Hamburger Genosse und die feine Hanseatenaristokratie. Hier passten die beiden Welten vortrefflich zusammen. Geld und Gewissen. Mir imponierte an Schmidt vor allem ein einfacher aber bestechender Kerngedanke. „Der Sozialstaat ist die größte Errungenschaft des 20. Jahrhunderts.“ Unsere Generation hat vom gezähmten Kapitalismus profitiert wie keine andere zuvor und möglicherweise danach. Auch wenn ich mich gerne an der Schmidtschen Weltsicht gerieben habe, war er für mich glasklar ein politischer Leitstern.

Die Tatsache, dass ich den Zuschlag für ein längeres Interview zum Thema Verantwortung in der Politik erhalten hatte, machte mich nicht nur aufgeregt sondern auch ungemein stolz. Mehr geht nicht. Natürlich wollte ich cool und abgeklärt auftreten, sicher und souverän wirken. Also plauderte ich los. Helmut Schmidt hob den Kopf, nachdem er seine Zigarette angezündet hatte und sagte als erstes: „Tun Sie mir einen Gefallen, junger Mann. Sprechen Sie lauter!!!“

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Die größte Herausforderung: Die „Goldberg-Variationen“ von Johann Sebastian Bach.

 

Was sich nach dieser Ermahnung im Sommer 2010 entwickelte sehen Sie hier.

 

 

 

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Deja vu?

Geschichte wiederholt sich nicht. Das sagen gerne Historiker. Aber wie ist es mit Geschichten, Konflikten, Situationen? Doch, bestimmte Geschichten kommen und gehen und wiederholen sich. Entweder als Farce oder Tragödie. Oder beides zusammen. Mit großem Trommelwirbel und einem meist kleinlauten Finale. Katzenjammer inklusive.

Seit diesem Sommer hält die Massenflucht aus den Notstandsgebieten dieser Erde unser Land in Atem. Zwischen praktischer Hilfe und Pegida-Gebrüll wechselt die deutsche Seelenlage. Seit Wochen werden die Töne schriller, die Stimmung gereizter. Gewalt wird wieder zu einer Option. Aus Worten werden Waffen. Es wird gepöbelt, gedroht, geschlagen. Scharf, schrill und wenn es sein muss mit Baseball-Schlägern.

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„Wir sorgen für Ordnung. Wir machen das für unser Land“.

 

Vor genau 23 Jahren war die Lage im damals frisch vereinten Deutschland wenig anders. Es verblüfft, wie sich bestimmte Dinge wiederholen. Wir fuhren mit einem kleinen Drehteam für mehrere Monate in das Städtchen Spremberg im Süden von Brandenburg. Der Anlass: Im nahen Ort Schwarze Pumpe war das erste Asylbewerberheim niedergebrannt worden. Die dort untergebrachten Flüchtlinge vom Balkan konnten sich nur durch einen Sprung aus der ebenerdigen Baracke retten. Das war ihr Glück.

Die Brandstifter rühmten sich ihrer Taten. Die Kameradschaft Spremberg übernahm die Verantwortung. Längst hatte diese kleine aber wild entschlossene Schlägertruppe die Lufthoheit erobert. An den Stammtischen und in vielen Köpfen. Politiker und Polizei schauten weg. Verunsicherte Bürger schwiegen oder erklärten, sie seien keine Nazis, aber so viele Ausländer, das ginge einfach nicht.

Der Film Die Glatzen von Spremberg lief im Oktober 1992 in der ARD zur besten Sendezeit. Die Ausstrahlung vor einem Millionenpublikum sorgte bereits vorab für große Aufregung. Landrat und Bürgermeister wollten die Premiere um jeden Preis verhindern. Per einstweiliger Verfügung. Begründung: der Film zeige ein Zerrbild, jeder Pfennig GEZ-Gebühr wäre dafür zu schade. Das Wort Lügenpresse war in jenen Tagen übrigens noch nicht gesellschaftsfähig.

Sehen Sie selbst.

 

Die Reportage wurde leidenschaftlich debattiert. So sehr, dass vier Wochen nach der Erstsendung ein Live-Gespräch in Spremberg angesetzt wurde. Die Halle war überfüllt, die Emotionen kochten hoch. Es war wie eine große Therapiestunde. Die Sendung Vor Ort in Spremberg war begleitet von Bombendrohungen, Personenschutz und einem demolierten Teamwagen. Später folgte die Nominierung der Reportage für den Grimme-Preis.

 

Jüdengasse

Spremberg heute. „Perle der Lausitz“. Hübsch sanierte Fassaden. 25.000 Einwohner. Ist heute alles anders?

Was heute auffällt, ist das deutlich langsamere Tempo des Films. Für Sprache, Gestaltung und Schnitte konnten wir uns damals deutlich mehr Zeit nehmen. Wobei der Stoff genauso brisant war wie heute die Auseinandersetzungen in Dresden oder Heidenau. Es scheint, als hätte sich in den letzten zwanzig Jahren nichts verändert. Als würde sich Geschichte wiederholen. Wieder und wieder. Und ewig grüßt das Murmeltier…

 

P.S.

Anfang November 2015 brannte es in Spremberg in einer geplanten Unterkunft für 180 Flüchtlinge. Die Täter sind unbekannt.