Archive for : Juni, 2019

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Blicke

Zu den Schönen, Kreativen, Wichtigen zu zählen, ist ein gutes Gefühl. Es ist aber auch anstrengend. Immer on top zu sein. Eine Einladung zu haben. Das Bändchen am Gelenk tragen zu können. Berlin brummt. Jeden Abend feiert die Szene sich selbst. Welche Szene? Es gibt im Swinging-Berlin der späten Zehner-Jahre so unendlich viele wie Tage im Jahr. Oder noch mehr. 24/7. Selbst Profis kommen ins Schwitzen. Wohin gehen? Wen muss man kennen? Was darf man auf keinen Fall verpassen? Film und Fernsehleute, Kunst, Theater, Literatur dazu die versammelte Lobbyisten-Blase aus Politik, Wirtschaft und Investment von Bitcom bis zum Bundesverband der Brauer begehen unentwegt jeden Abend ein Come-Together. Ein Event. Oder ein Sommerfest. Stehen Sie auf der Gästeliste?

Das Tipi-Zelt am Kanzleramt. Zu Gast beim Produzententreff der Film- und Fernsehbranche. Berlin dampft. Sahara-Hitze 35 Grad. Bei Hummus-Wraps und Tonic-Cocktails treffen sich A-B-C-Promis. Mittendrin: Iris Berben, Didi Hallervorden, Burkhard Klausner, Heike Makatsch. Grüppchen-Bildung. Konzentrische Kreise um Entscheider und angesagte Menschen. Schnelle Blicke. Scannen: bist du, mein Gegenüber wichtig? Lohnt es sich? Kannst du mir einen Job vermitteln?

 

Eine der vielen Partys, Events, Performances der Hauptstadt der Zehner-Jahre. Foto: Produzentenallianz.

 

Männer mit Sonnenbrillen in Sneakers ohne Socken. Frauen mit buntem Geschmeide und luftigen Sommerkleidchen. Nimm-mich-Blicke, ich will spielen. Coole Jungs, kleine Weinstein-Verschnitte. Aufgedrehte Ladys. Posieren für die Fotografen. Verschwörerische Kreise. Geschäftsgespräche, wer gegen wen? Überall Heckenschützen, murmelt jemand. Das Brüllen der Fotografen übertönt alles. Ringen um das beste Bild. Erschöpfte, verschwitzte Klatsch-Reporter.

Gelangweilte Gestalten. Ihr Blick: Ich weiß alles, kann alles. Ich bin der Beste – wer sagt mir das jetzt endlich? Manager, Produzenten, Geldgeber. Geldsucher. Kreative und Kommerzmenschen. Immer wieder Blicke. Kurz, intensiv, suchend. Muss ich den/die kennen? Was machst du? Abwenden, wenn das Gegenüber ein Suchender wie man selbst ist. Ein Spiegelbild. Mist. Motto: „Prüfe deinen Status. Überprüfe dein Mindset. Folge deinen Trieben.“ Karma, Kontakte, Konkurrenz, Kampf. „Nimm mich!“

 

Berlin der Zwanziger Jahre. Otto Dix. Die Stützen der Gesellschaft.

 

Wenn es nur nicht so heiß wäre. Frischen Wind fächern in der aufgestauten Hitze. Nächste Chance, nächstes Glück: Ach, woher kennen wir uns denn?

Waren so die Zwanziger? Spielen wir mittlerweile das Revival? Diese aufgeregt-plappernde Dauer-Börse der Suchenden. Der florierende Jahrmarkt der Eitelkeiten. Die Stunde der Schwätzer und Sinnsucher. Positionierungsexperten und Coach-Helden, Salon-Löwen und Fitness-Gurus, Spielwütigen und Schönheiten, Freisprecherinnen und Damen-Imitatoren, Selbstdarsteller und Yoga-Krieger-Übende, Narzissten, Zyniker, Rund-um-die-Uhr-Talker. Überall Dampfplauderer. Schweigen macht verdächtig.

 

 

Nach einer knappen Stunde ziehen Fotografen und Society-Klatsch-Reporter müde und erschöpft weiter. Zur nächsten Party. Der Schönen, Kreativen, Wichtigen. See you again?

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Mehr Wibke wagen

Was diese Frau alles bewegte. Wibke Bruhns präsentierte die ZDF-Nachrichten – als erste Frau im Blümchenkleid. Damals eine Sensation in der westdeutschen Männerwelt. Fast fünfzig Jahre ist es her. Und stets die gleiche Frage: wie war´s beim ersten Mal? Saß die Frisur? Gab es einen Versprecher? Wibke: „Wir durften an dem Text nix machen zum Wohle der Grammatik. Der langweiligste Job meines Lebens.“ Aber sie wollte keine „Sprechpuppe“ sein. War sie auch nie.

Einfach nur Nachrichten verlesen war nicht ihr Ding. Wibke Bruhns mischte sich ein, machte 1972 Wahlkampf für die SPD, für Willy Brandt. Als Nachrichtensprecherin. Das war damals noch möglich und führte zielsicher zum Skandal. Ein einziger Shit-Storm ging über sie hernieder. Alle trotzten: Wibke. Das ZDF. Ihr Publikum. Wibke wurde zum Vorbild für eine ganze Generation. Doch die kalte Rache folgte auf dem Fuß. Man dichtete ihre eine Affäre mit Willy Brandt an. Es ging um ein Collier. Aber vielmehr um ihren Ruf. Sie wehrte sich. Die Legende von der Kanzler-Geliebten hielt sich bis heute. Sie sollte Recht behalten. „Auf meinem Grabstein wird irgendjemand schreiben. Sie war die erste Nachrichtenfrau und die Geliebte Willy Brandts.“

 

Wibke Bruhns. (1938-2019) Im ZDF-Nachrichtenstudio. Still sitzen für das 68er-Projekt. 2018. Foto: Heinz Kerber.

Kämpfen, eigene Wege gehen, nicht aufgeben, das war ihr wohl in die Wiege gelegt. Aufgewachsen in Halberstadt als fünftes Kind einer großbürgerlichen Unternehmer-Familie. Vater Hans-Georg Klamroth wurde 1944 von den Nazis als Verschwörer gegen Hitler in Plötzensee hingerichtet. Wibke musste lernen, dass sie selbst im Nachkriegs-Deutschland noch als Mitglied einer Verräterfamilie attackiert wurde. „Entweder du gehst daran kaputt oder du wirst stärker“, antwortete sie selbstbewusst. Motto: Lächeln, auch wenn es schwer fällt.

Ihr zentrales Lebensthema – das Schicksal ihrer Familie – verarbeitete sie 2004 in ihrem Bestseller „Meines Vaters Land“. Ein Generationenkonflikt. Was hast Du damals getan? Ungeschminkt erzählt sie die tragisch-aufwühlende Familiengeschichte. In ihrer Autobiografie „Nachrichtenzeit“ (2012) schilderte sie schnörkellos ihre Stationen als Journalistin. Ob in Hamburg oder Bonn, Jerusalem oder Washington, bei den Mächtigen oder Ohnmächtigen. Wibke Bruhns war eine genaue Beobachterin und unerschrockene Zeitzeugin. Auch wenn sie das ungerne hören mochte. „Es ist zum Kotzen wofür ich alles herhalten sollte. Ich habe doch nur meinen Job gemacht.“

 

Vergessen? Geht gar nicht. Es ist essentiell. Wenn wir das nicht mehr tun, dann können wir auch aufhören zu existieren.“ Mit Wibke Bruhns im ehemaligen KZ-Außenlager Langenstein-Zwieberge bei Halberstadt. April 2018.  Foto: Heinz Kerber.

 

Klartext reden, das war Wibke Bruhns. Offen, frech, fröhlich. Manchmal auch beißend bis an die Schmerzgrenze. Wibke: „Ärger stählt. Ich habe nie Schwierigkeiten gehabt mich mit irgendjemandem rumzuzanken. Es sei denn, ich war hochmütig. Dann kriegte ich eins auf den Deckel. Das war auch in Ordnung.“

Mit dem heutigen Journalismus haderte sie: „Was heute im Programm ist, kann ich kaum noch aushalten. Fernsehen machen ist auf jeden Fall schöner als Fernsehen schauen.“ – Chapeau, Madame! Also zogen wir 2018 noch einmal gemeinsam los. Zögernd und eher widerwillig stellte sie sich einem Filmprojekt zu den Fragen über die 68er. Fünfzig Jahre danach. „Was soll ich denn da?“, fragte sie. „Ich bin keine 68erin.“ Korrekt – Wibke Bruhns. Widerspruch war ihr Leben. Dazu brauchte sie keine Jahrestage, keine inszenierten Heldengeschichten, keine Konferenzen oder Jubelfeiern. Einfach sagen, was ist. Das war ihr Leben.

 

Ihr letztes Projekt 2018. Wibke Bruhns zieht Bilanz. Was haben die 68er erreicht? – Für Eilige: Wibke Bruhns ab TC 13:18.

 

Wibke Bruhns starb im Alter von 80 Jahren in Hamburg am 20. Juni 2019.

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Tl; dr

Die Überschrift – ein Rätsel? Funde aus vergangenen Zeiten? Eine chemische Formel? Nichts verstanden? – Da kann geholfen werden. Hier grüßt der digitale Zeitgeist. Tl bedeutet too long – dr = didn´t read. Kurzum: Wenn Geschichten zu lang sind, werden sie nicht gelesen. So einfach ist das. Kein neues Phänomen, aber ein neuer Name. Wenn Texte langweilen, steigt die geneigte Leserschaft aus. Oder fängt erst gar nicht an. Die User im Netz sind höchst sensibel, nervös und ungeduldig. Die nächste News, der nächste Spot. Wisch und weg.

Das hohe Gut Aufmerksamkeit ist eine knappe Ressource. Was tun? – Trotzig dagegen halten? Oder mitsurfen und nach Schlagzeilen schielen? Die Klicks und Likes versprechen? Google verspricht schnelle Hilfe. In jeder Lebenslage und Frage. Aufbruch in Berlin, heißt es nun. Eine bunte, analoge Broschüre des Internet-Konzerns feiert auf Papier (!) unser täglich digitales Brot als unverzichtbares Lebensmittel. Als Heil und Heilung. Als Wahrer des Guten, als Kämpfer für eine bessere Welt.

 

Aufbruch Berlin. Google pflegt sein Image.

 

Die Google-Mitarbeiter sind cool, smart, divers, feministisch, international, innovativ, weltoffen. Google-like eben. Sie tragen dezent-legere Kleidung, modische Zöpfe und ticken 24/7 im Gründer-Modus. Das Leben als Startup. Sie forschen über Künstliche Intelligenz, vernetzen sich in Coworking-Spaces und produzieren rund um die Uhr Event- und Podcasts-Reihen. Ihre Abteilungen heißen Cloud, Lokalisierung, Marketing, Google Play, Policy, Sales, Google for Startups, youtube.

 

 

In Kreuzberg unerwünscht. In Berlin-Mitte zuhause. Google in Deutschland. Auf Imagekampagne.

 

Too long? Gut möglich. Nur noch ein Gedanke. Über eine Googlerin heißt es: Sie sei Mutter und Feministin, Nachrichtenjunkie und Twitter-Pionierin. Fakten-Checkerin und Womanwill-Netzwerkerin. Ihr Motto: „Sie kann einfach nicht genug bekommen.“ Kreuzberg wollte Google nicht. Die Neue Heimat der schönen Google-Welt befindet sich nun in Berlin-Mitte, in der Tucholskystraße. Die Räume sind modern, nachhaltig und hübsch aufgemöbelt. Früher war dort die Geburtsklinik der Charité. Täglich kam neues Leben in die Welt. Und heute?

 

Too long? 2.004 Zeichen. Lesedauer: 2 Minuten

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„Top of the world“

Eine lange Schlange vor dem Jazz-Club Village Vanguard. Anstehen für das zweite Konzert. Warten auf Ben Wendel. Ein Kanadier in New York. Am Ende der Straße leuchtet das One World Center. Errichtet auf den Trümmern des World Trade Center. Manhattan kurz vor halb elf abends. Gelbe Taxen huschen vorbei, hupen, halten. Starten durch. Die Menge verharrt geduldig. Der erste Durchgang ist vorbei. Das Halb-neun-Publikum strömt die Stufen aus dem Basement nach oben, verlässt den Club, wird verschluckt vom unablässigen Strom der Menschen, Autos, Busse, Bahnen.

Unten im Bauch des Vanguard viel roter Plüsch an den Wänden. Schwarz-Weiß-Fotos von Jazz-Größen. Sparsame Beleuchtung. Es ist klein, eng, dunkel und voll. Jeder Zentimeter ist verplant. Fleißige Kellnerinnen servieren das Fläschchen Bier zum Preis von acht Dollar. Der Hausherr startet routiniert seine Ansage. Rauchen, Fotografieren, alles nicht erlaubt. Strengstes Handyverbot. Aber ansonsten „Let us entertain you“ und natürlich „Have Fun“. Das Licht wird weiter heruntergedimmt. Am Nachbartisch hat ein Pärchen auf diesen Moment gewartet. Es geht in den Nahkampf über.

 

Spot an. Ben Wendel und sein Quartett entern aus dem dunklen Nichts die winzige Bühne. Der Saxophonist gilt als neuer Stern am Jazz-Himmel. In den USA handeln ihn die Medien als Mann der Zukunft, als Shooting Star. Er sei ein Talent von großer Bandbreite. Mit Kent Nagano gab er klassische Konzerte. Mit Pop-Größen wie Prince stand er auf der Bühne. Mit seiner eigenen Band Kneebody war der 46-jährige bereits für den Jazz-Grammy nominiert.

 

Ben Wendel. Ein Kanadier in New York. Saxophonist, Fagottist, Pianist, Komponist.

 

Wendel im feinen Sakko erinnert an den jungen Brian Ferry von Roxy Music. Sein New Yorker Publikum begrüßt er mit dem der Stadt angemessenen Selbstbewusstsein. „Welccome in the Greatest Club of the World“. Einige wenige lachen, die meisten klatschen. Natürlich bestreitet er den Abend mit der „Greatest Band of the World“. Was sonst? Und los geht es. Wendel zelebriert einen abgeklärt-sehnsuchtsvollen Saxophonsound, immer wieder gebrochen durch überraschende Wechsel, aufgeladen mit dynamisch-pulsierenden Rhythmen. Wow! Jazz vom Feinsten. Innovativ, spannend und mit sehr viel Gefühl.

 

 

Ein hochmusikalischer Abend. Die Band spielt sich in Fahrt. Doch nach einer guten Stunde ist plötzlich Schluss. Zugabe? – Fehlanzeige. Das Licht geht an. Der Beifall verstummt sofort. Die Kassiererin eilt von Tisch zu Tisch, sammelt flink ihre Dollars ein. Das Publikum erhebt sich, kontrolliert kollektiv die aus den Taschen gezauberten Smart-Phones. Nun dimmert es überall blau. Das Pärchen von nebenan ist längst verschwunden. Professionell bittet das Personal die Besucher den Club zu verlassen. „The next show will start soon.“

Time is money. Also raus auf die Straßen von Manhattan. Hinein in den flutenden Strom von Flaneuren, Vergnügungssüchtigen, Wartenden, Ewig-Suchenden, Einzelgängern, Pärchen, chinesischen Reisegruppen und deutschen Besuchern, die versuchen sich in ihren Reim auf das Erlebte zu machen.

 

 

Apropos Europa. Ben Wendel ist im Sommer auf Tournee quer durch den alten Kontinent. Zum Beispiel am 15. und 16. Juli 2019 ab 21:00 Uhr im Jazz Dock in Prag. Ben Wendel with The Jazz Dock Orchestra. Möglicherweise gibt es dort Zugaben. Der Mann hätte es verdient.

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Was uns blüht

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Eine alte Weisheit. Immer wieder neu erlebt. Was hatten die frisch vereinten Deutschen vor dreißig Jahren für Träume, Hoffnungen, Erwartungen. Meinungsfreiheit. Blühende Landschaften. Viasfrei bis Hawaii. Die friedliche Wende hat sich in ein lautes, verzagtes Jammern, Klagen und Verdammen verwandelt.

Geh ins Offene, empfahl Hölderlin. Doch wohin? Ohne Geländer? Ohne Führung? Selbstbestimmt gar? Das verquere Ding mit der Einheit. So viel Frust war nie. Der Osten wütend, der Westen genervt. Die SPD ausgelaugt, die AfD stark. Tonnen an Büchern, Schriften und Rechtfertigungen versinken im trockenen Sand wie ein heißer Sommerregen. Der gemeinsame Grund scheint ausgelaugt und verstaubt zu sein wie der Waldboden in unserem zweiten Dürrejahr.

 

40 Jahre Militärische Sperrzone. Seit knapp 30 Jahren erholt sich die Natur. Blick aufs „Bombodrom“ – Kyritz-Ruppiner Heide zwischen Neuruppin und Wittstock. Juni 2019.

 

1989 hieß es. Wir wollen Lügen nicht mehr Wahrheiten nennen, und Wahrheiten nicht Lügen. Eine banale Forderung und doch so richtig. Die allesverschlingende Globalisierung spülte gleichwohl alte Gewissheiten einfach weg. Ungebremst gilt das Recht des Stärkeren, des Geldes, der Vermögenden. Es zählen die Argumente der Macht. Nicht die Macht der Argumente. Dabei ist diese Macht anonym und scheinbar unangreifbar geworden. Regiert wirklich die von uns gewählte politische Elite? Oder nicht die Zentralen des Plattform-Kapitalismus – Investmentfonds, Google, Facebook und wie sie alle heißen. Was bleibt? Die Empfehlung „Optimiere dich selbst“.

 

„Heimatschützer“. In abgelegenen Teilen In Brandenburgs überall plakative Wahlversprechen – auch lange nach der Wahl. Die Botschaften bleiben einfach hängen.

 

„Je länger die DDR tot ist, desto schöner wird sie.“ Das erkannte rasch der viel zu früh verstorbene Schriftsteller Jurek Becker. Er kannte sich mit Wahrheiten aus. Sein wichtigstes Werk war „Jakob der Lügner“ über einen Juden, der mit kleinen Lügen die Hoffnung in der KZ-Hölle nährt. Und heute? Das Erbe der untergegangen DDR bleibt ihr Versprechen: eine faire, gerechte, gemeinschaftliche Gesellschaft anzustreben. Eine Hoffnung, die von der DDR-Führung bürokratisch und planmäßig mit Mauer und Überwachung erdrosselt wurde. Bis das Land erstickte.

 

Blühende Landschaften rund um Berlin 2019. Der Trockenheit abgetrotzt.

 

„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“, sagte Hermann Hesse, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.“ Genau über diese wunderbare Zeit handelt So viel Anfang war nie, als alles möglich erschien.