Going, Going, Gone

Eins, zwei, drei. Fertig ist der Hype. Banksy hat es geschafft. Wieder einmal. Er kann die millionenfach geteilte Aufmerksamkeit genießen. Sein Mädchen mit dem Ballon hat sich in Streifen aufgelöst. Ein geschreddertes Kunstwerk im Moment des absoluten Höhepunkts – in der Sekunde des Zuschlags bei Sothebys in London. 1.2 Millionen Euro werden vor den Augen der Weltöffentlichkeit einfach pulverisiert. Die Smartphones des Publikums laufen heiß.

 

 

Mehr geht nicht. Denn längst pfeifen es die Spatzen des Kunstbetriebs von den Dächern. Der Zerstörungsakt von Banksy könnte für das Werk eine Wertsteigerung um das Doppelte erzielen. Das Mädchen mit dem roten Ballon hebt endgültig ab. Street-Art-Künstler Banksy hat der zahlenden Kundschaft wieder einmal den Spiegel vorgehalten. Perfekt. Ein Narr, der meint, hier könnte es sich um eine gelungene gemeinsame Inszenierung von Künstler und Auktionshaus handeln.

Was zählt, ist Aufmerksamkeit. Banksy verbreitet kurz nach der Aktion ein Filmchen. Darin wohlfeiler Protest. Dann zitiert er Meister Picasso. Es passt so wunderbar zur Unterhaltung der Bussi-Bussi-VIP-Society: „Der Drang zu zerstören ist auch ein kreativer Drang.“ Chapeau, Banksy. Das war ein Meisterstück. Die bürgerliche Gesellschaft braucht und liebt ihre Hofnarren. Eigene Abgestumpftheit, Langeweile und Leere können durch (gekaufte) Leidenschaft, Lebensfreude und Kreativität ersetzt werden.

 

Applaus, Applaus. Die Geschäftsidee: Mangel erzeugt Hunger, Neugier, Sehnsucht, Liebe. Durch Mangel oder langes Warten kann die Lust oder das Glücksgefühl gesteigert werden. Nur das knappe Gut ist kostbar und teuer. „Willst du etwas gelten, mach dich selten“, reimt der Volksmund. Banksy hat verstanden. Er liefert. Sein Geheimnis: Er bleibt anonym.

 

Banksy. Heißt er Robert?

 

Jede Epoche hat genau die Kunst, die sie verdient. Die Kurse im kommerziellen Kunstbetrieb explodieren in diesen Tagen in ungeahnte Höhen. Nur übertroffen vom Boom in der Immobilienbranche. Going, going, gone: Die Party erreicht ihren Siedepunkt. Bald gibt es einen Banksy für zwei, drei Millionen. In Streifen oder am Stück? Egal. Bleibt nur noch eine Frage: Ist der große Unbekannte nun ein virtuoser Kämpfer gegen das System, wie er vorgibt, oder einfach dessen genialster Vertreter?

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Alles wird besser

Die Erde ist eine Scheibe. Regen fällt nach oben. Der Dauerbeschuss mit schlechten Nachrichten, versagenden Eliten und um sich greifender Klimakrise macht uns offenbar ziemlich blind und taub. Die tägliche Schwarzmalerei der Angstmacher in Politik, Gesellschaft und Medien fördert tatsächlich Angst, Stress, Ohnmacht und am Ende die Sehnsucht nach einem starken Führer.

Die Fakten? Die Erde ist eine Kugel, die sich täglich aufs Neue dreht. Das heißt: Niemals zuvor lebten wir so lange und gesund, derart gut ausgebildet und sicher wie im Jahre 2018. Nur zwei Beispiele: Kindersterblichkeit hat sich in den letzten zwanzig Jahren halbiert. Die Zahl der Menschen, die in extremer Armut leben, nimmt weltweit weiter täglich um 137.000 ab. Um 1.4 Milliarden Erdenbewohner seit 1990. „Wir leben in der besten Welt aller Zeiten“, erklären Forscher und Statistiker. Wahrheiten, die wir nicht wahrnehmen wollen, weil es uns so gut geht? Weil wir uns über die letzten 1% auf der Wohlstandsskala bis aufs Blut streiten?

 

Mit Musik geht alles besser. Das weiß jeder Bach-Schüler.

 

Zwei aktuelle Nachrichten aus unserem Alltag: „Immer mehr Menschen ertrinken“, hieß es in diesem langen heißen Sommer. Der ernste Vorwurf: Kinder lernen nicht mehr Schwimmen. Dies sei Folge geschlossener Schwimmbäder und fehlender Unterrichtsstunden. Die Statistik gibt das nicht her. 1970 ertranken 1.119 Menschen. 2017 waren es 404. Neun davon waren bedauerlicherweise Kinder. Jedes einzelne Kind ist eines zu viel. Keine Frage.

Beispiel zwei. Infolge von Neo-Liberalismus, Globalisierung und Digitalisierung leben immer mehr Menschen als Arbeitsnomaden. Sie seien gezwungen, ständig Arbeitgeber und Arbeitsplatz zu wechseln. Wie ist die Lage beim Jobkarussell? 1988 – vor dem Untergang des Real-Sozialismus und Aufblühen des Turbokapitalismus – war der deutsche Arbeitnehmer im Schnitt 10,2 Jahre beim gleichen Arbeitgeber beschäftigt. 2013 waren es 10,6 Jahre. Neuere Zahlen liegen noch nicht vor. Vielleicht hat sich seitdem alles geändert? Die Statistik müsse noch gefälscht werden, argwöhnen nun Verschwörungstheoretiker.

 

Gesehen in Bukarest. Titel: Verpasste Chancen.

 

Sehen wir nur noch schwarz? War früher alles besser? Die Pessimismus-Lücke öffnet sich vollends bei der Frage nach gefühlter und eigener Zufriedenheit. 83% der Deutschen meinen, die Unterschiede zwischen Arm und Reich seien ein „großes“ oder „sehr großes“ Problem. Aber nur 16% der Bundesbürger sind mit ihrer eigenen Situation unzufrieden. Sogar notorisch besorgte AfD-Bürger fühlen sich mehrheitlich persönlich nicht „benachteiligt“.

Leiden die Deutschen an Phantomschmerzen? Psychologen führen dieses Parodoxon auf die mediale Dauerregung der Empörungsgesellschaft zurück. Sie sprechen von einem Negativitätsbias. „Menschen nehmen Schlechtes per se stärker wahr als Gutes, erinnern sich mehr an Niederlagen als an Erfolge, beschäftigen sich mehr mit Kritik als mit Lob.“ Dieses Erbe der Evolution hilft uns wachsam bei Gefahren zu sein. Unsere Vorfahren hatten nur eine Keule. Der Säbelzahntiger hingegen scharfe Krallen, Zähne und mächtig Hunger.

 

Die Lösung? Nur noch gute Nachrichten verbreiten wie einst die Aktuelle Kamera der DDR? – Unsinn. Aber wir sollten wissen: Hassprediger und Heilsversprecher haben derzeit Hochkonjunktur. Sie behaupten lautstark es sei mal wieder Fünf vor zwölf. Das stimmt. Aber nur eine einzige Minute am Tag. Gott sei Dank.

„Vieles entwickelt sich zum Guten. Wir wollen es nur nicht wahrhaben“, sagen Zukunftsforscher. Für alle Skeptiker, Kultur-Pessimisten und Dramatiker Hirnfutter zum Weiterlesen.

Hans Rosling. Factfulness: Wie wir lernen die Welt zu sehen, wie sie wirklich ist.

Steven Pinker. Aufklärung jetzt.

Yuval Noah Harari. Homo Deus. Eine Geschichte von Morgen.

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Nur mit uns

Lust auf Geschichten? Auf Frohsinn, Gemeinsinn, Gemeinschaft? Berlin feiert Anfang Oktober drei Tage lang das größte Fest des Jahres. Motto: „Nur mit Euch!“ Mit Bundespräsident, Nena und Currywurst. Brandenburger Tor und Tiergarten verwandeln sich in eine große Fanmeile der deutschen Einheit. Eine Million Besucher werden erwartet. Wie ist das nun? 28 Jahre vereint. Ein Grund zum grenzenlosen Feiern?

Schauen wir genauer hin. Ins kleine Herzdorf, in dem die große deutsche Einswerdung noch größere Verdauungsstörungen auslöste. Bis heute. Wir befinden uns Anfang des Jahres 2000. Der Gemeinderat hat eine wichtige Entscheidung zu treffen.

 

Als Windräder und Wölfe ins Land kamen…

 

„Blumental war wieder einmal zu spät. Die Sitzung hatte begonnen. Er eilte in die verrauchte Gaststätte, in der an diesem Abend sein Parkkonzept verabschiedet werden sollte. Endlich! Dann konnte es losgehen. Das Herzstück der Weltausstellung EXPO 2000. Er hatte den Park des Bundespräsidenten neu gestaltet, die Scheichs mit seinen Innenhöfen in Riad verzaubert. Da müsste es doch mit dem Teufel zugehen, wenn eine Troika aus Feuerwehrhauptmann, Ex-LPG-Chef und früherem Staatsbürgerkundelehrer ihn noch stoppen würde. Blumental stellte sein Konzept vor. Er sprach von einer einmaligen Chance. Von Jobs, Entwicklung und Perspektiven. Das Beste sei, der Park erhalte eine hundertprozentige Förderung.

 

Jobs. Entwicklung. Perspektiven für´s Land.

 

Die anwesenden Männer und Frauen schwiegen. Seit Wochen hatte es in den Dörfern kein anderes Thema mehr gegeben. Der Mann sei größenwahnsinnig geworden. Jetzt nimmt er uns auch noch den Park weg, hieß es. Feuerwehrchef Hans Brenner, zeit seines Lebens im Gemeinderat, hatte erklärt: „Den Park kriegt er nicht. Nur über meine Leiche.“ Als Blumental seinen Vortrag beendet hatte, türmte sich eine Mauer aus Bedenken und Misstrauen auf. Fragen prasselten in den Raum: Wer übernimmt die Folgekosten? Was hat der Ort davon? Wer bezahlt die Pflege? Die Männer redeten sich in Rage. Das koste das Dorf ein Vermögen, eine halbe Million Mark im Jahr mindestens. „Wir wollen kein Mercedes-Dorf“, rief ein Gemeindevertreter. Schon einmal sei man über den Tisch gezogen worden, entgegnete ein anderer. Es wurde eine nervenaufreibende Sitzung. Man lasse sich nicht mehr für dumm verkaufen. Versprechungen vom Paradies auf Erden habe man sich in der DDR lange genug anhören müssen. Der Sozialismus sei eine gute Sache. Nur scheiße, dass man ihn so lange hatte. So berichteten damals Teilnehmer von diesem außergewöhnlichen Abend im Gemeinderat von Herzdorf.

 

„Wir sind doch nicht Sanssouci.“ Die Scheune hat drei Systeme überlebt. Sie bleibt. Noch hundert Jahre, sagt der Besitzer.

 

Auch Jahre später erinnern sich die Beteiligten an die turbulenten Stunden. Wenn auch höchst unterschiedlich. Nur in der Frage des Parks empfanden alle ähnlich. Es ging um Sieg oder Niederlage. Um Leben oder Tod. Fast wie in den Theaterstücken, die im Park gespielt worden waren. Nur dieses Mal spielte das Stück im richtigen Leben. Blumental: „Ich behaupte heute, es ist DDR-Denken gewesen. Dieser Park war wie die Kirche völlig ungenutzt. Einige wenige haben Löwenzahn für ihre Karnickel geschnitten. Ansonsten war der Park eine verwilderte, vernachlässigte Einheit.“ Feuerwehrchef Brenner blieb bei seiner Ablehnung. „Der Eintritt sollte zehn Mark kosten, auch für uns Einheimische. Wir sind doch nicht Sanssouci!“

***

Auszug aus: So viel Anfang war nie. Btb. Im März 2018 auch als Taschenausgabe.

So viel Anfang war nie von Christhard Laepple

 

Live auf dem Fest der Einheit. Berlin. 1. Oktober 2018  16.15 Uhr Programmzelt „Geschichte und Erinnern“. Straße des 17. Juni – vor dem Sowjetischen Ehrenmal.

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Flieg!

Er raucht und säuft nicht. Das Wort Skandal ist für ihn ein Fremdwort. Er ist ein stiller weißer Mann, der den Blues hat: Steve Winwood. Seit über fünf Jahrzehnten tourt er auf den Bühnen der Welt.  Nun ist er mittlerweile runde Siebzig. Steve – das einstige Wunderkind. Der Hochbegabte und Schüchterne. Der Vielkopierte und vielfach Unterschätzte. Vorbild ganzer Musikergenerationen. Natürlich ist er älter geworden wie seine Fans. Aber sein Sound ist jung geblieben.

 

Steve Winwood. Cropredy Festival, England. 2009. Quelle: Wikipedia

 

Winwood stammt aus Birmingham. Vater Lawrence besserte sich als Hochzeitsmusiker sein bescheidendes Budget auf. Mit fünfzehn startete Steve als Pianist und Sänger in der Spencer Davis Group. Keep On Running wurde ein Welt-Erfolg. Es folgten die Superbands Traffic und Blind Faith mit Eric Clapton und Ginger Baker. I´m a man lief in allen Charts. Steve perfektionierte den treibenden Sound auf seiner legendären Hammond B3-Orgel. 1980 landete er mit Arc of Diver einen Solo-Erfolg.

 

In den Neunzigern wurde es still um ihn. Er zog sich in sein englisches Landhaus zurück, experimentierte, probierte Neues, scheiterte. Der unermüdliche Tüftler, der mit Jimi Hendrix, Phil Collins, Billy Joel, Talk Talk, Christina Aguilera und vielen anderen Größen gespielt hat. Sein Comeback gelang 2008. Zuerst mit Eric Clapton im New Yorker Madison Square Garden. Ein Live-Konzert der Extraklasse. Aus seinem heimischen Studio steuerte er kurz darauf sein letztes Solo-Album Nine Lives bei.

 

 

Wenige Musiker aus dieser Liga habe ich so aufmerksam, bescheiden und unprätentiös erlebt. Als wir im Londoner Hotelzimmer bei unserem TV-Interview keinen Stuhl für den Tonassistenten haben, steht er plötzlich auf und zieht los, um im Flur fündig zu werden. Nach dem Interview fragt er mich noch, was mein Lieblingssong auf Nine Lives sei. Ich antworte spontan Fly. Eine schwebende ruhige Ballade. Der Mann lächelt und strahlt wie ein Schüler, der gerade eine glatte Eins in Mathe geschafft hat.

2019 ist Steve Winwood mit Steely Dan auf Tournee. In den USA und in seiner Heimat England – aber nicht bei uns.

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Feuer!

Kinder, Kinder. Schöne neue Welt. Willkommen in der hippen Kinderstube mit younow, Instagram und you tube. Mit Shares, Likes und Retweets. Facebook ist das Auslauf-Gehege für Omas und Opas. Younow dagegen der angesagte Live-Video-Chat für Kinder und Jugendliche. Ein Kanal mit hohem Suchtpotential. Um Up-To-Date zu sein, empfehlen die Influencer der Branche alle 72 Sekunden neue Inhalte zu posten. Täglich. Das ganze Jahr. Baby, you are online!

 

Die Hälfte aller deutschen Kinder ist noch nie alleine auf einen Baum geklettert. Foto: jplenio

 

Ganz anders die alte Offline-Welt. Die Hälfte der deutschen Kinder ist noch nie alleine auf einen Baum geklettert. Für Kinder verboten sind Feuer, Schere, Licht. Das war schon immer so. Doch mittlerweile haben besorgte Eltern eine Verbotskultur mit großer Gründlichkeit durchgesetzt. Feuer machen – mit Streichholz – geht gar nicht! Spielen auf der Straße? – Unmöglich! Dabei sind die Unfallzahlen konstant rückläufig. 1980 starben 1.159 Kinder unter fünfzehn Jahren im Straßenverkehr. Nach den letzten verfügbaren Zahlen von 2016 waren es 66 Kinder. Selbstverständlich 66 Todesfälle zu viel.

 

Feuer, Schere. Licht sind für kleine Kinder nicht. Doch die Faszination bleibt. Foto: ID 12019

 

Dieser Angstmach-Mechanismus vor Feuer, Schere, Licht hat Wirkung. Kinder werden unter Verschluss gehalten, mit Lachyoga-Kursen, Smartphone und younow. Die Folge: Der kindliche Bewegungsradius hat sich seit den sechziger Jahren von mehreren Kilometern auf etwa fünfhundert Meter im Schnitt verringert. Auf Bäume klettern? Heimlich mit Streichhölzern experimentieren? – Ein entsetztes NoGo moderner Mütter und Väter. Der Berliner Künstler Kain Karawahn setzt genau hier an. Er will keine körperlich und seelisch verarmten Online-Kinder, die am Ende ausgebrannt sind. Mit Burn-Out im Kinderzimmer – genau wie ihre Eltern.

 

 

Faszination Feuer. Für Kain bedeutet das: Ohne Feuer kein Leben, keine Wärme, keine Entwicklung. Kontrolle sei der Schlüsselbegriff, klar, bevor das heimische Anwesen niederbrennt. Kain Karawahn organisiert Kurse und Seminare für die Kinder des Digitalzeitalters. Sein Motto: Wieder richtig zündeln lernen. In Workshops vermittelt er Feuer-Bildung. Die Kurse hat er gemeinsam mit Brandschutzexperten der Feuerwehr und Versicherungen (!) entwickelt. Mit dem Feuer zu spielen soll wieder kinderleicht sein. Denn, so Kain Karawahn, „hätten unsere Vorfahren nicht mit Feuer gespielt, würden wir heute noch im Dunkeln sitzen“.

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Lost in Herzdorf

Herzdorf, einst Hertzdorf, liegt in Brandenburg. Gut zwei Autostunden von Berlin entfernt, im Nordwesten nahe der Grenze zu Mecklenburg. Die Mini-Siedlung wurde erstmals 1574 erwähnt. Mitte des 18. Jahrhunderts versuchten zehn Kleinbauern ihr Glück. Vermutlich um die Jahrhundertwende brannte das Dorf wieder ab. Die Reste von Herzdorf liegen auf dem ehemaligen Boden-Luft-Schießplatz „Polygon Wittstock“. Besser bekannt als „Bombodrom“, einst das größte Übungsgebiet Europas. Das Dorf ist verschwunden. Nur eine Wetterstation funkt noch Daten, unter anderem für Jörg Kachelmann. Das war´s.

 

Die kurze Geschichte von Herzdorf. Um 1750 gegründet. Nach 1945 militärisches Sperrgebiet. Im Volksmund genannt „Bombodrom“.

 

Doch Herzdorf lebt. Für mein Buch „So viel Anfang war nie“ ist es wieder auferstanden. Ein Symbol für das stürmische Auf und Ab der letzten Jahrzehnte. Das Herzdorf im Buch heute? Gut vierzig Prozent Einheimische. Der Rest Zugewanderte. Ein Großbauer pflügt den Acker und versprüht Glyphosat, die anderen Einheimischen hängen rum, parken ihren Rollator hinter der Haustür. Die zugezogenen Berliner züchten genfreien Salat, atmen energetisch und tanzen selbstbestimmt in Workshops, vom Sound der Klangschalen schadstofffrei untermalt. Herzdorf ist längst überall.

 

1992 räumte die Rote Armee den Truppenübungsplatz in der Kyritz-Ruppiner Heide. 2011 zog sich die Bundeswehr zurück. (Aufnahme April 2014)

 

Das Bombodrom ist seit zwei Jahren teilweise geöffnet. Rund ein Drittel der riesigen Fläche (12.700 Hektar) ist Naturschutzgebiet. Die Sielmann-Stiftung hat die Pflege übernommen. Hier ist das Begehen risikofrei. Man sollte jedoch unbedingt auf den Wegen bleiben. In den Kernzonen kann noch scharfe Munition liegen. Tickende Zeitbomben. Zu explosiv, zu gefährlich. Vier Jahrzehnte kämpfte, schoss und probte die Rote Armee den Ernstfall. Es wird vermutlich genauso lange dauern, bis das militärische Erbe aus dem Kalten Krieg geräumt sein wird.

 

Geschätzt rund 1.5 Millionen Bomben, Blindgänger und Übungsmunition sind das Erbe. Die Kernzonen gelten weiterhin als hochgefährlich. Sie sind noch nicht geräumt.

 

Das verschwundene Herzdorf heute? Ein Nichts am Rande der stillen Heide. Weites Land. So weit das Auge erreicht. Birken und Kiefern haben sich wie Pilze vermehrt und eine Höhe von drei bis vier Metern erreicht. Im einstigen Sperrgebiet sollten gigantische Windparks errichtet werden. Umweltschützer haben diese Pläne verhindert. Dafür sind Wölfe eingewandert. Zur Freude der Städter und Touristen. Die Einheimischen jedoch fürchten um Schafe, Hühner und Kälber. Wenn es nach ihnen ginge, wäre Meister Isegrim längst wieder verjagt worden.

 

Im Süden des Bombodroms ist ein kleineres Gebiet für Besucher freigegeben worden. Zugang über Pfalzheim oder Neuglienicke. (Ostprignitz-Ruppin)

 

Die Geschichte von Herzdorf steht außerdem für ein kleines Wunder. Eigentlich wollte die Bundeswehr das Gelände für die Luftwaffe intensiv nutzen. Geplant waren mehr als fünftausend Übungseinsätze pro Jahr. Nach siebzehn Jahren Auseinandersetzungen mit klagenden Bürgerinitiativen und 27 Urteilen gab das Verteidigungsministerium im Sommer 2009 auf. Das Kämpfen hat sich gelohnt. Seitdem ist die Heide frei. Es sieht so, als ob aus dem geschundenen Manöver-Gelände blühende Landschaften werden. Gerade in diesen September-Tagen, in denen die Heide blüht. Ein Traum in Rosarot. Herzdorf lebt, auch wenn es verschwunden ist.

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Haus am See

„Und der Mond scheint hell auf mein Haus am See. Orangenbaumblätter liegen auf dem Weg.“ Peter Fox von Seed besingt diesen Traum. Ein Haus am Ende der Welt, wo man gerne ist und gerne bleibt. Es gibt diesen Traumort wirklich – die Villa del Balbianello. Am Comer See in Italien. Hier residiert die Mutter aller Traumhäuser. Mit verspielter Villa, Park, See und hochaufragenden Bergen. Für zwanzig Euro zu entdecken. Mit Führung, Sehnsuchtsseufzern und der Erkenntnis, dass hier James Bond und Star Wars ihre standesgemäße Kulisse gefunden haben.

 

 

Hausherr war zuletzt Guido Monzino. Ein Mailänder Unternehmersohn. Vom Glück verfolgt. Er musste nichts tun – außer das Geld seines Vaters auszugeben. Papa Franco hatte mit einer Kaufhauskette ein Vermögen gemacht. Guido machte also das, was in der Welt der Reichen und Besitzenden getan wird. Er zog sich zurück, ging auf Entdeckungsreisen und sammelte, was ihm unterwegs an Wertvollem in die Finger kam. Die Villa Balbianello wurde sein Adlerhorst. 1974 konnte er das Anwesen kaufen. Er ließ es mit allen zeitgemäßen Annehmlichkeiten versehen. Ein Fahrstuhl musste her, zur Bequemlichkeit. Geheime unterirdische Fluchtwege, wegen der Roten Brigaden. Ein Bücherregal, getarnt als Bar, um Gäste zu unterhalten.

 

Ein Muss für Guido. Die hauseigene Bar. Getarnt als Bücherwand.

 

Guido Monzino, ein Name wie eine Italienische Oper, eroberte von seinem Horst am Comer See die weite Welt. Expeditionen führten ihn nach Afrika, Südamerika, zum Nordpol und auf den Mount Everest. Dort blieb er nur im Basislager aber seine Botschaften an das Gipfel-Team kamen „in grüner Tinte wie Schlachtbefehle“. Die klimatisierte Villa ist voll mit edlem britischen und französischen Mobiliar aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Unter dem Dach ein weiterer Höhepunkt: ein eigener Museums-Saal. Dort erzählen Fahnen, Fotos und allerlei Fundstücke von Guidos Abenteuern.

 

Guidos Schreibtisch im privilegierten Stil des Mailänder Unternehmers. Rechts der Hausherr im Porträt.

 

Auf seinem Schreibtisch steht ein gerahmtes Bild, das ihn als sonnenbebrillten Master of the Universe zeigt. In jedem Mafiafilm könnte er den Paten geben. Damit sein Blick ungestört auf das herrliche Alpenpanorama schweifen konnte, ließ er eine jahrhundertealte Stileiche vor dem Fenster zurechtstutzen – in Form eines Regenschirms. So schön Villa und Garten sich präsentieren, so verwöhnt und verzogen muss Guido wohl gewesen sein. In der offiziellen Broschüre heißt es diskret, Monzino habe sein Leben „als brillanter und hartnäckiger Organisator mit einem naturellen Hang für das Kommando verwirklicht“.

 

Blick vom „Arbeitszimmer“ über die jedes Jahr neu zurechtgeschnittene „Regenschirm-Eiche“ auf See und Alpen.

 

Es muss also ein klarer Ton in der Traumvilla am See geherrscht haben. Der arme, reiche Guido hatte weder Frau noch Kinder. Mama Mathilde weigerte sich, im speziellen „Apartment der Mutter“ auch nur eine Nacht zu verbringen. Als den ruhelosen Guido im Alter von sechzig Jahren das Herz versagte, nahm seine Geschichte einen unerwarteten Verlauf. Denn der notorische Einzelgänger hatte seine Villa 1988 an den Staat vermacht. Ein Glücksfall. Seit einigen Jahren kann nun jedermann und jedefrau Glanz und Gloria italienischer Lebenskunst genießen. Eine Einladung zum schwelgerischen Luxus verbunden mit dem Reichtum der Natur. Kein Zaun hindert den Besucher. Es reicht eine Eintrittskarte. Dann kann man sich für einige Minuten wie James Bond fühlen. Oder die Kussszene in Star Wars nachempfinden. Guido sei Dank.

Villa del Balbianello. Lenno. Comer See.

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Was aus Wunderkindern wird

Was treibt Musiker an, die mit Anfang dreißig alles erreicht haben? Internationale Preise, weltweite Auftritte, VIP-und Promistatus. Ein Turbo-Leben im Bonus-Meilen-Rhythmus. Der Geiger Iskandar Widjaj ist so ein Wunderkind. Wie Mozart begann er mit vier zu üben. Mit sieben hatte er sein erstes öffentliches Konzert in Italien- ein Vivaldi-Solo. Mit elf studierte er Geige an der Berliner Musikhochschule Hanns Eisler. Es folgte eine rasante Karriere. Jetzt ist er 32. Sein neues Album Mercy ist eine Reise ins Innere. Überrascht?

 

 

Iskandar Widjaja ist eine typische Berliner Pflanze. Geboren 1986 an der Spree. Der Vater hat arabisch-holländische Wurzeln. Die Mutter ist Pianistin, eine Indonesierin aus chinesischer Familie. Iskandar wuchs in dieser Multi-Kulti-Künstlerfamilie auf. Die Violine wurde sein Spielgerät. Er übte und übte. Ehrgeizig, fleißig, talentiert. Den Begriff „Wunderkind“ mag er nicht. Er habe sich seinen Weg hart erarbeitet, mit Ausdauer und Disziplin.

 

 

Seine Plattenfirma wird nicht müde die Werbetrommel zu rühren, Iskandar sei „kein Mann der Nische, sondern Allround-Künstler. Schriller Grenzgänger, Trendsetter und Medienstar“. In Asien genießt er Popstar-Status. Dort surft er mit seiner Stradivari auf der Erfolgswelle zwischen Entertainment und Ernsthaftigkeit. Zwischen Auftritten auf der Fashion Week, Miss World-Wettbewerben und Bachs Violin-Konzerten.

 

 

„Erbarme dich, mein Gott“. Die Interpretation aus Bachs Matthäus-Passion ist Teil seiner neuen CD. „Musik ist wie eine seelische Reinigung“, sagte Iskandar in einer Talkshow. Johann Sebastian Bach sei für ihn eine Art Religion. Überhaupt: das erwachsen gewordene Wunderkind hat sich auf eine stille, meditative Reise begeben. Musik zur Entschleunigung. Es begleitet ihn Urna Chahar-Tugchi, eine mongolische Sängerin, die aus einer Hirtenfamilie stammt. Oder er improvisiert mit dem Berliner Freund und Pianisten Friedrich Wengler zu „River flows in you“ des südkoreanischen Komponisten Yiruma. Iskandars Wunsch: Fantasie an die Macht.

 

Es wird oft gesagt, dass die Globalisierung unserer Tage alles ermöglicht nur kein Seelenheil. Keine Zufriedenheit, keine Gerechtigkeit. Stattdessen nur Hektik, Heimatlosigkeit und Entwurzelung. Iskandar Widjaja ist für gute sechzig Minuten eine passende Antwort gelungen. Weltmusik vom Feinsten, mit Geige und Seele. Meditativ, melancholisch, musikalisch hoch spannend und abwechslungsreich. Sein neues Album berührt.

 

Ab 7. September 2018 ist „Mercy“ in den Plattenläden. Iskandar Widjaja startet zeitgleich seine Welttournee mit einem Berliner Auftritt.

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Rad-Los

Eine Liebesbeziehung zu meinem Fahrrad hatte ich nie. Eher eine Vernunftehe. 7-Gang-Schaltung. Rücktrittbremse. Altherren-Modell. Zweckmäßig, unauffällig, ohne Schnickschnack. Allerdings fiel mir jede Trennung schwer. Nachdem das vierte Rad in drei Jahren geklaut wurde, flog ich aus der Versicherung. Mein Blutdruck schoss nach oben – ins Bedenkliche. Man könnte sagen, ich wurde kurzzeitig zum Wutbürger. Doch dann geschah ein Wunder.

 

Tatort Berlin. Links stand mein letztes neues Rad. Dann war es weg – das vierte Mal. Seitdem dient ein fast dreißigjähriger Drahtesel als Gefährt. Er fällt bald auseinander. Aber er wird nicht geklaut.

 

Anfang April dieses Jahres meldete sich ein freundlicher Polizist. „Ihr Fahrrad ist aufgefunden worden.“ – Ich war sprachlos. Meine erste Frage: „Welches?“ – „Marke Pegasus.“ – Wir stellten schnell fest, es war der letzte Diebstahl. Das gute Stück war am anderen Ende der Stadt an einem S-Bahnhof entdeckt worden. Fahrgestellnummer. Kaufvertrag. Radpass. Ich konnte alles liefern. Perfekt. Der Polizist brummte freundlich. „Na, prima. Es ist ramponiert, aber noch einigermaßen fahrtüchtig.“ Ich platzte fast vor Freude. „Wann kann ich es abholen?“

 

 

„So einfach geht das nicht“, meinte der Amtsträger. Er müsse den Fall mit meiner Versicherung klären. Einen Monat später, im Mai, erfuhr ich nach vielen Kontakt-Versuchen, die Versicherung erhebe keine Ansprüche mehr. „Und? Bekomme ich jetzt das Rad?“ – „So schnell schießen die Preußen nicht“, stoppte er mich. Das Rad sei jetzt ein Fall für den Staatsanwalt. Da die Versicherung den Kaufpreis erstattet habe, sei ich nicht mehr der Eigentümer. Nun müsse das weitere Vorgehen geklärt werden. Drei Möglichkeiten gebe es: Rückgabe. Vergabe an eine soziale Einrichtung. Oder Versteigerung zugunsten der Staatskasse.

 

 

Der Juni kam und ging. Ich hörte nichts mehr. Der Juli zog ins Land und war schon wieder fast vorüber als ich den freundlichen Polizisten eines Tages am Telefon erreichen konnte. „Nichts passiert. Seit drei Monaten. Ungewöhnlich. Mmmh!“ antwortet er. – Ob der Berliner Flughafen schneller fertig werde, als die Rad-Entscheidung des Staatsanwaltes, entgegne ich ratlos. Er lacht. So sei eben der Dienstweg. Da könne man nichts machen. Dann verspricht er in der Sache weiter zu ermitteln.

 

 

Eine halbe Stunde später. Ein amtlicher Anruf. Und eine überraschende Wende. „Eine Entscheidung ist getroffen!“ Der Polizist aus Hohenschönhausen hebt die Stimme: „Der Staatsanwalt hat verfügt, das Rad einer gemeinnützigen Einrichtung zuzuführen. Für 18 Euro.“ Eine Behindertenwerkstatt habe mein ehemaliges Gefährt sogleich wieder instandgesetzt. „Na, wenigstens für einen guten Zweck“, bemerke ich erleichtert-resigniert. Der Polizist fällt mir ins Wort. „Na, ja. Nach einer Woche war es weg. Das Rad ist sofort wieder geklaut worden.“

 

 

Kurze Pause in der Leitung. Dann beginnen wir beide ausgiebig und lange zu lachen. So ist es in Berlin. Nun bin ich wieder radlos. Die Ermittlungen im Fall Pegasus aber gehen weiter.

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Hitzefrei

Es ist kurz vor Mitternacht. Alle Fenster sind aufgerissen. Lüften! Von draußen dringt der Sound von Berlin ins vertraute Heim. Das Grundrauschen mit Hupen, aufheulenden Motoren, ab und zu das quälende Martinshorn eines Notarztwagens. Irgendwo ist immer was. Auch im Hochsommer. Die Stadt ist im Urlaubsmodus. Leerer als üblich, aber auch heißer. Viel heißer. Die Luft steht. Das Thermometer im Arbeitszimmer sinkt in den Abendstunden kein bisschen. 30 Grad kurz vor Mitternacht. Kaum auszuhalten.

Manchmal weht der Hauch einer Brise durchs Zimmer. Es kühlt nur virtuell. Alles klebt, Schweiß auf der Stirn. Warten auf Abkühlung. Berlin – ein Sommernachtstraum? Die Stadt hat längst das Hitze-Level von Athen, Istanbul oder Marrakesch erreicht. Auf dem Land verdorrt das Korn. Bauern klagen bei Weizen, Kartoffeln und Mais über riesige Ausfälle. Notprogramme werden diskutiert. Wir müssen uns daran gewöhnen, sagen die Experten. Andere beschwichtigen. Wieder andere erklären, dass sei eben so und die biblische Hitzewelle wäre alles nur nicht menschengemacht.

 

Allein der Mond war gut. Mondfinsternis am 27. Juli 2018. Blutrot war der Mond – wie eine glühende Kohle. Die nächste Mondfinsternis ist 2123.

 

Die Statistiken sind eindeutig. Es wird wärmer. Berlin ist dabei die heißeste Stadt des Landes. Meteorologisch gesehen. Die Stadt ist eine Wärmeinsel. Die Anzahl der Tropentage steigt. Dann verharren Temperaturen in der Mitternachtsstunde bei dreißig Grad. Also Nächte wie in diesen Stunden. Die Tropentage und Nächte sollen weiter zunehmen von derzeit zwei auf zehn im Jahr. Den Saunagang im Sommer gibt es nunmehr kostenlos. Immerhin: In warmen Wintern sinken die Heizkosten, verringert sich die Zahl der Knochenbrüche, weil Naturereignisse wie Schnee und Eis so exotisch werden wie eine Telefonzelle oder Briefe mit der Hand schreiben. Unser vertrautes Klima ist am Limit.

 

Der richtige Blick. Die richtige Haltung. Das ist wichtig. Gesehen beim „Rundgang“ an der Universität der Künste Berlin. Juli 2018.

 

Die Lyrikerin Kathrin Schmidt hat den Hitzegraden eine literarische Note abgewinnen können. Extremwetterlagen können Stoff für gute Texte liefern. Warum nicht? Erwähnt werden muss, dass es sich bei ihrem Gedicht „L´absence d´eau“ – die Abwesenheit von Wasser – um eine Auftragsproduktion handelt. Die Umweltorganisation WWF hat Künstlern Raum für Ideen und Auseinandersetzung mit der Klimakrise gegeben. Hier eine Kostprobe.

 

„Der Garten jammert, fleht um nasse Gnade.

Man springt. Man sprengt. Das wechselwarme Reh,

das scheu den Kopf schob durch das trockene Weh,

zeigt sich im Sonnenuntergang malade.

Aus Tau wird mau. Maufrisch steht notgereiftes

Getreide auf den Feldern, und die Kirschen

Einst rotgroß rund, vergehen mit einem Knirschen

im Mund.“

 

Guten Appetit. Ich gehe jetzt duschen. Das Wasser fließt weiter fröhlich aus dem Hahn. Ist doch alles bestens. Danach empfehle ich noch ein passendes Video aus guten alten Zeiten. FKK 1983. Die DDR-Band Juckreiz singt von der Sünde in Warnemünde. Wahnsinn. Als die Welt noch voller Versprechen war…