„Man will einmal Ruhe haben.“
Zwölf Jahre lang recherchierte der Journalist Claude Lanzmann eines der dunkelsten Menschheitsverbrechen: den Massenmord an Millionen Juden in den Gaskammern. Der Sohn eines französischen Resistance-Kämpfers wollte wissen: »Was bedeutet es, nackt bei minus zwanzig Grad zu warten, bis man vergast wurde?« Herausgekommen ist 1985 ein aufwühlendes Roadmovie nach vielen Schwierigkeiten, gedreht mit einem kleinen Kamerateam, zwei Assistentinnen kreuz und quer durch Europa mit einem VW-Bus. Ein Mammutprojekt ohne Fördermittel. Ohne Fernsehen. Im eigenen Auftrag. Privat finanziert, stets bei knapper Kasse, rastlos auf der Suche nach Antworten dreißig Jahre nach dem Holocaust. Im Februar 1986 feierte Lanzmann auf der Berlinale Premiere. Ein Film wie kein anderer. „Shoah“ mit einer Länge von
